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Das Mannheimer Wetter im Juli 2007

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Kein Sommermärchen: Frösteltemperaturen und Regen

DAS WETTER DES MONATS: Juli 2007 deutlich kühler als langjähriges Mittel / Folge der zu warmen Monate gebrochen

Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub

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Kurz-Infos zum Luftdruck in Mannheim und in der Region und zu historischen Daten geben die Experten von der Beobachtungs-Station des Deutschen Wetterdienstes am Köthener Weg auf der Vogelstang unter der Telefonnummer: 0621/70 27 821.

Nein, die Gemüter von Mannheims "Wettermännern" können sie schon lange nicht mehr erhitzen: die Messdaten der vergangenen Monate. Von September 2006 bis Juni 2007 war es in Folge zu warm. Doch jetzt setzt der Juli dieser Milde-Periode eiskalt ein Ende. Mit einem Temperaturdurchschnitt von nur 19,3 liegt er fünf Grad unter dem Wert seines Vorjahres-"Kollegen" und 0,2 unter dem langjährigen Mittelwert, der von 1961 bis 1990 aufgezeichnet wurde. Auch die Sonne schien nicht mal halb so oft wie 2006 und glänzte eher durch Abwesenheit: Sie erreichte nur 85 Prozent ihres Solls.

"Doch zurück zur so genannten Klimaerwärmung": Bernd Fischer, der mit seinem Team im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Werte für Mannheim auf der Station Vogelstang festhält, hat eine Menge Daten gesichtet. Dabei fand er heraus, dass sich das langjährige Mittel auch von Dezember 1993 bis September 1994 schon einmal zehn Monate hintereinander toppen lassen musste. "Allerdings spielt sich jetzt das Ganze auf einem deutlich höheren Temperaturniveau ab", versichert der Fachmann. Das lag im Schnitt von Juni 2006 bis Mai 2007 und von Juli 2006 bis Juni 2007 jeweils bei stolzen 13,1 Grad. Das sind die höchsten gleitenden Zwölf-Monats-Wert, die seit Beginn der amtlichen Messungen im Jahre 1868 jemals in und rund um die Quadratestadt gemessen wurden.

Doch das war's nun leider vorerst mal mit den "heißen" Nachrichten. Zumindest Landwirte und Hobby-Gärtner wird es freuen. Nach etlichen viel zu trockenen Jahren ist die Erde zurzeit reichlich durchfeuchtet. "Die Niederschlagssumme ist sogar schon leicht über dem Schnitt", stellt Bernd Fischer fest, "der Natur tut es sicherlich gut."

Von hochsommerlicher oder gar tropischer Witterung kann jedoch in den nächsten Tagen in der Rhein-Neckar-Metropole keine Rede sein. "Es bleibt vorerst gewittrig, regnerisch und wird auch noch etwas frischer", lauten die wenig freundlichen Prognosen des Kurpfälzers. Dann bleibt der diesjährige Hitzerekord von 36,6 Grad am 15. Juli wohl ungebrochen? "Wahrscheinlich, weil wir ja jetzt auch schon fast auf die Mitte des Monats zusteuern." Und in ein paar Wochen ist schon wieder Herbst. Doch so ganz auf kühle Distanz zu allen Sommerträumen möchte der Fachmann vom Köthener Weg noch nicht gehen: "Im so genannten Monstersommer 2003 schaffte es der August nochmal auf satte 39 Grad. Der Monat ist ja schließlich noch nicht zu Ende." Und selbst wenn: "Vielleicht kriegen wir ja einen goldenen September?" Einverstanden.

Mannheimer Morgen
10. August 2007

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