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Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub
Kurz-Infos zum Luftdruck in Mannheim und in der Region und zu historischen Daten geben die Experten von der Beobachtungs-Warte des Deutschen Wetterdienstes am Köthener Weg auf der Vogelstang unter der Telefonnummer 0621/70 27 821.
Ein bisschen zu warm, gleichzeitig ein wenig zu nass: Wechselhaft war er, der Sommer 2007. Und einen wahren Zickzack-Kurs schlug auch die Temperaturkurve seines letzten Monats ein, bescherte den Meteorologen gar einen Rekord: Vom 7. bis 10. August ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken. Solch ein Negativ-Wert vier Tage in Folge wurde in Mannheim im August noch nie gemessen. Doch vielleicht steuern wir nach dem kühlen Sommer-Abschied und dem ungemütlichen September-Auftakt der vergangenen Tage doch noch auf einen goldenen Herbst zu.
Eine Hoffnung, die Bernd Fischer, der mit seinem Team im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Werte für Mannheim auf der Warte Vogelstang festhält, noch nicht aufgeben will. Klar, der Auftakt war eher ein Kaltstart: "Zwölf Grad und nachts sieben oder acht - da hätte man ja am liebsten geheizt." Aber der Herbst ist ja schließlich noch jung . . .
Alt ausgesehen haben hingegen all diejenigen, die dem August besonders sonnige Seiten abgewinnen wollten. Zwar seien - zur Freude aller Berufstätigen - speziell die Wochenenden häufig freundlich gewesen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 18,9 lagen die Werte jedoch noch nicht mal zwei Grad über denen des Vorgängers im vergangenen Jahr, der mit 17 Grad der kühlste August war, den die Mannheimer seit Menschengedenken erlebt haben. Aber so richtig Lust auf Extreme hatte der letzte Sommermonat zumindest statistisch nicht: Vom 1. bis 15. ziemlich viel Regen, dann bis zum 31. kein Tropfen mehr, während ringsherum in anderen Bundesländern die Keller voll liefen. "Nordrhein-Westfalen, Bayern selbst in Freiburg hat es um den 20. August herum geschüttet", der Experte recherchierte gründlich, "und bei uns nix".
Eine echte Trockenoase, aber keineswegs ungewöhnlich: "50 Prozent zu nass, 50 Prozent zu trocken. Das gleicht sich aus und sorgt dann insgesamt wieder für einen ganz normalen August." Nicht besonders aufregend, aber Angesichts der vielen europaweiten Katastrophen könne man auf so manchen Wetter-Rekord getrost eiskalt verzichten.
Doch fürs Wochenende hat der Wettermann einen ganz heißen Tipp: Viel ins Freie gehen. Denn seine Prognose kann uns wirklich Herz und Seele erwärmen. "Bei bis zu 25 Grad könnten fast spätsommerliche Gefühle aufkommen." Das hätten wir uns nach dem "zackigen" August auch wirklich verdient.
Mannheimer Morgen
06. September 2007
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