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Das Mannheimer Wetter im September 2007

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Von Badewetter bis Bodenfrost

DAS WETTER DES MONATS: September wie aus dem Bilderbuch / Mix aus Sonne und kühlen Tagen

Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub

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Kurz-Infos zum Luftdruck in Mannheim und in der Region und zu historischen Daten geben die Experten von der Beobachtungs-Warte des Deutschen Wetterdienstes am Köthener Weg auf der Vogelstang unter der Telefonnummer 0621/70 27 821.

Die meisten Meteorologen empfinden ihn als besonders reizvoll: "Weil da von Badewetter bis hin zum Bodenfrost alles drin ist", verrät Hans Henkes, der zusammen mit seinem Team im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Werte für Mannheim aufzeichnet. Gemeint ist der erste Herbstmonat des Jahres. Und tatsächlich: Der September 2007 konnte von einem Fröstel-Minus von 4,5 zwischen 19. und 20. bis zum Sommertag mit satten 24,5 Grad am 23. so ziemlich alles bieten, was einen richtigen Bilderbuch-Herbststart ausmacht.

"Klar, sein Anfang und sein Ende waren ein bisschen frisch", räumt der Wettermann von der Vogelstang ein, "aber ich werde ihn in guter Erinnerung behalten." Schließlich liegt seine Durchschnittstemperatur kaum nennenswert unter dem langjährigen Mittel. Das belegen die Zahlen Schwarz auf Weiß.

Dass wir den September zeitweise trotzdem als ausgesprochen ungemütlich empfunden haben, hängt mit unseren Erinnerungen an seinen Vorjahres-Kollegen zusammen. "Der war mit einem Schnitt von 18,4 Grad einfach ein Extrem-Herbst. Sicher sind wir jetzt verwöhnt, aber damit sollte man den September 2007 nicht vergleichen", appelliert Bernd Henkes an die Fairness gegenüber einem Monat, dem der Experte in puncto Witterung einen ausgesprochen gutartigen, "typischen Charakter" bescheinigt. Einmal pro Woche Regen als Segen für die Natur und Landwirtschaft, dann wieder sonnige Stunden: "So stellt man sich den Frühherbst üblicherweise vor."

Wärmster Herbst, wärmster Winter, wärmster Frühling - und das seit Menschengedenken: "Das war ja schon langsam langweilig", winkt der Fachmann vom Köthener Weg im Osten der Stadt mit Blick auf die Wetter-Rekord-Schlagzeilen der letzten zwölf Monate ab. "Aber im Ernst: Es war auch etwas beängstigend. Man hat sich ja schon gefragt, wo das noch alles hingeht."

Seit Juli legen die Wärme-Extreme jedenfalls erst mal eine Pause ein. Auch in den kommenden Tagen bleibt es - bei 15 bis maximal 20 oder mancherorts eventuell sogar 21 Grad - recht frisch. Trotzdem, für die dritte Jahreszeit sind solche Werte, die Henkes und seine Kollegen oben auf der Vogelstang ermittelt haben, durchaus normal. Doch zur Nachricht von einem Bilderbuch-Monat gehört auch ein Happy End - selbst wenn es genaugenommen bereits aufs Oktober-Konto geht: Am Wochenende wird's zwar nicht mehr richtig hochsommerlich warm, aber glücklicherweise ganz schön sonnig.

Mannheimer Morgen
06. Oktober 2007

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