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Das Mannheimer Wetter im März 2008

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Das Wetter des Monats: Zweitfeuchtester Nachkriegs-März macht mit Kälte- und Wärmerekorden Furore

Frühlings-Auftakt der Extreme

Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub

Im Gabensack des Weihnachtsmannes suchten wir sie vergeblich - dafür hatte sie jetzt der Osterhase im Gepäck: Schneeflöckchen, so blütenweiß wie die ersten Obstbaum-Knospen. Die Osterfeiertage 2008 waren die kältesten seit Menschengedenken. Dafür schnellte die Quecksilbersäule in Mannheim gerade mal eine Woche später von morgendlich frischen 0,8 auf einen Tageshöchstwert von 22,9 Grad. Damit ist der 30. März der bislang wärmste Tag des Jahres - aber leider längst schon wieder Geschichte. Und so gilt auch fürs Wochenende: Von der vornehmen Zurückhaltung des Winters 2008 im Januar und Februar sollte man sich nicht täuschen lassen, denn er ist ein zäher Bursche, der sich mit Fröstelwetter und Graupelschauern nochmal von seiner ungemütlichen Seite präsentiert.

Nun gut, das Fest rund um das ovale Fruchtbarkeitssymbol fiel dieses Jahr auf ein frühes Datum. Da darf's schon mal kühl sein. Dennoch: Bernd Fischer, der mit seinem Team im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Werte für die Quadratestadt aufzeichnet, hat die Zahlen bis 1899 zurückverfolgt. Und zieht eiskalt Bilanz: Sowohl der Ostersonntag mit einem Temperaturminus von 4,8 als auch der Montag (-4,9) fielen deutlich frostiger aus als die bisherigen Spitzenreiter Karfreitag 1932 (-4,5) und Ostermontag 1977 (-4,3). Und Spitzen über 20 sind im Lenzmonat auch noch lange kein Rekord. 1989 brachte er es auf satte 26,1 und 1989 immerhin auf 24,6 Grad. "Doch allein der Zick-Zack-Kurs ist schon spektakulär", versichert der Wettermann von der Beobachtungsstation Vogelstang.

Außerdem machte der März mit Spitzen von 100 Kilometern pro Stunde ganz schön viel Wind. Sturmtief Emma ließ auch in unserer Region grüßen. Und sieben Mal zeichneten die Meteorologen am Köthener Weg immerhin Werte von stärke sechs auf.

Und wie kommt der Frühlingsmonat in puncto Nässe zu seinem zweifelhaften Ruf? Mit einer Niederschlagssumme von 59,1 Litern pro Quadratmeter liegt er zwar weit unter dem Wert seines Namenskollegen im Jahre 1988 (130,7 Liter). Doch es gab nur vier Tage an denen wirklich 24 Stunden lang kein Tropfen vom Himmel fiel.

Und wann gibt der Winter auf, wann hat das Suddelwetter endlich Pause? "Vielleicht kommen ab Mittwoch von Süden wärmere Luftmassen zu uns", rät Bernd Fischer zu "vorsichtigem Optimismus".

Mannheimer Morgen
05. April 2008

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