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Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub
Nein, nachdem es April und Mai auf ganz unterschiedliche Weise ziemlich wüst getrieben haben, gibt sich der Juni eher bieder. Es sind noch keine zehn Wochen her, da machte der für seine Launenhaftigkeit bekannte Frühlingsmonat mit Kälte- und Nässerekorden Furore - während der Wonnemonat mit Temperaturspitzen und extremer Trockenheit für eine kleine Sensation sorgte. Denn noch nie gab es in Mannheim in der Nachkriegszeit einen derart milden und regenarmen Mai. Dafür erlebten wir jetzt einen Sommermonat, wie er normaler kaum sein konnte.
"Es war schlicht und einfach ein schöner Frühsommer-Auftakt ohne besondere Vorkommnisse", resümiert Bernd Fischer, der mit seinem Team die Werte für die Quadratestadt aufzeichnet. Nun gut, geregnet hat es mit 52,4 Liter pro Quadratmeter nicht mal halb so viel wie im Juni 2007. "Aber der ist ja auch völlig aus dem Rahmen gefallen", versichert der Wettermann. Da gab es in der Vergangenheit wesentlich trockenere Namensvetter, beispielsweise 2006 mit 37,3 Liter oder 1976 mit einen Wert von 11,1 Liter.
Und obwohl der Juni knapp zwei Grad über dem Temperatur-Durchschnittswert lag, ist selbst die Summe seiner 19 Sommertage nichts wirklich Besonderes. In den vergangenen 50 Jahren erlebten die Mannheimer gleich drei Mal einen Juni mit einer weitaus beeindruckenderen Zahl - allen voran im "Monstersommer" 2003 mit 27, gefolgt von 1976 (21) und 2006 (20). Feuchte Luft, schwül-warme Witterung: auch in den kommenden Tagen geht es heiß zu. Doch wer sich nach Abkühlung sehnt, für den hat Bernd Fischer gute Nachrichten: "In der kommenden Woche gehen die Temperaturen etwas runter." Damit ist wenigstens die Nachtruhe gesichert.
Mannheimer Morgen
03. Juli 2008
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