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Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub
Von wegen goldener Herbst - zumindest der September hat uns mit keinem besonders sonnigen Gemüt verwöhnt. Zu kalt, zu trocken und zu wenig Sonne lautet das Fazit der Experten von der Beobachtungsstation auf der Vogelstang, die im Auftrag des deutschen Wetterdienstes die Werte für Mannheim und die Region aufzeichnen.
Das Temperaturmittel des ersten Herbst-Monats liegt mit 13,9 knapp 1,5 Grad unter dem langjährigen Durchschnittswert. Auch der strahlende Himmelskörper ließ sich rund 36 Stunden weniger blicken als im Vorjahr. Trotzdem blieb's relativ trocken: Mit 26,4 Litern pro Quadratmeter erreicht der September 2008 nicht mal 50 Prozent der Summe, die im Schnitt zu erwarten war.
Dennoch: Echte Rekorde gab es keine. Ein Temperatur-Minimum von 3,2 am 17. des vergangenen Monats fällt gegenüber dem Vergleichswert vom 30. September 1972 mit 1, 6 Grad eher bescheiden aus. Und die Spitze von 26,6 am 11. des Monats kann den Wert vom 6. September 1949 mit 34,3 Grad längst nicht toppen.
Selbst die Windspitze von 61 Kilometern pro Stunde wirbelt nicht besonders viel Staub auf. "Das ist im Herbst ganz normal" - da hat Wettermann Bernd Fischer schon stürmischere Zeiten erlebt.
Und was beschert uns der Wettergott über's Wochenende? "Es bleibt unbeständig und windig bei Temperaturen bis maximal 14 oder 15 Grad", lauten die ungemütlichen Prognosen der Meteorologen für die Quadratestadt. Dafür könnte die Quecksilbersäule ab Montag wieder mal die 20-Grad-Marke erreichen. Vielleicht reicht's ja doch noch für den heiß ersehnten goldenen Oktober.
Mannheimer Morgen
04. Oktober 2008
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