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Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub
Noch am Wochenende ließ uns die Schwüle ganz schön schwitzen: Die gesamte Region stöhnte unter hochsommerlichen Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 50 Prozent. Jetzt heißt es erst mal durchatmen. Gemäßigte 25 Grad und ein kühles Lüftchen sorgen für angenehme Tageswerte und erholsamen Nachtschlaf. Zeit für einen ersten Rückblick auf den Juni 2009, der in puncto Wärme nur sehr zögerlich in Fahrt kam - und mit einem Nässerekord ausklang.
Am 30. Juni hatten die Wettermänner von der Vogelstang, die im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Werte für Mannheim und die Region aufzeichnen, eine Regenmenge von 45 Litern pro Quadratmeter gemessen. Das ist der dritthöchste Juni-Tageswert der Nachkriegszeit, getoppt nur durch den Juni 1992 mit 47 Litern und 1965 mit 45,5 Litern.
"Das ist schon extrem viel", versichert Wetterbeobachter Bernd Fischer: "Schließlich ist an diesem einen einzigen Tag die Hälfte der Monats-Gesamtmenge gefallen." Allerdings nicht in ganz Mannheim. "Beispielsweise in Neuhermsheim, da waren es nur 17 Liter", räumt der Experte vom Köthener Weg ein.
Weniger spektakulär nehmen sich da zehn Sommertage mit Werten über 25 Grad aus. Der sogenannte Monstersommer 2003 kann 27 bieten, hinzu kommen 15 Tropentage (über 30 Grad), 2009 war es gerade mal einer. Aber auch das ist nichts Besonderes: 1983, 1984, 1985 und 1988 kletterte die Quecksilbersäule im ersten Sommermonat sogar kein einziges Mal bis zur 30er-Marke. Auch die Temperaturspitze von 30,3 am 30. Juni ist keine Sensation: 2003 klagten die Menschen in der Quadratestadt über flirrende Hitze bei 36,6 Grad.
Davon kann in den kommenden Tagen zunächst mal keine Rede mehr sein. Der Sommercharakter bleibt - die drückende Hitze weicht: Allein am Mittwoch und Sonntag könnten uns nochmals 25 Grad über Schwüle meckern lassen. Ansonsten kühlt es nachts von knapp über 20 auf 15 Grad ab. Und auch größere Unwetter sind glücklicherweise nicht in Sicht. Aber "strichweise" Regen, das heißt, wenn es in einem Stadtteil schüttet, kann es zur gleichen Zeit im Nachbarort knochentrocken bleiben.
Von wegen Hochsommer 2009? Ist das schon der Anfang vom langsamen Abschied? "Keineswegs", versichert Bernd Fischers Kollege Hans Henkes: "Der Sommer ist ja noch grün hinter den Ohren." Schließlich sei auch der August zuweilen noch für die eine oder andere heiße Überraschung gut: "Wer weiß, vielleicht packen wir ja dieses Mal den 40-Grad-Rekord?" Nein danke, für so hitzige Sensationen können wir uns wirklich nicht erwärmen.
07. Juli 2009
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