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Das Wetter des Monats: Februar mit stürmischem Ausklang / Düstere Winterbilanz
Von unserem Redaktionsmitglied Christine Maisch-Straub
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Endlich strahlte die Sonne mal wieder aus einem blauen, wolkenlosen Himmel - und nicht nur als flüchtiger Gast auf Stippvisite. 14 Stunden lang ließ sich der helle Himmelskörper am vergangenen Wochenende über Mannheim blicken, ließ die Quecksilbersäule auf 16,4 Grad klettern - und uns bereits den Frühling ahnen. Und wären diese beiden letzten Tage nicht gewesen, dann hätte uns der vergangene Monat einen dunklen Rekord beschert: den sonnenärmsten Februar, den die Menschen in unserer Region jemals erlebten. Aber mit rund 51 heiteren Stunden landet er lediglich auf Platz neun, weit hinter dem amtierenden Spitzenreiter des Jahres 1989 mit mageren 37,6 Stunden.
Doch auch im Dezember und Januar hielt sich die Sonne bereits äußerst bedeckt. Deshalb rangiert der Winter 2009/2010 in der Reihe der lichtärmsten der vergangenen 65 Jahre immerhin an siebter Stelle: "Deshalb sind wir jetzt auch schon so dankbar für jeden Sonnenstrahl." Zumal es auch ganz schön nass zuging: Mit 159,2 Litern pro Quadratmeter brachte es die dunkle Jahreszeit auf 123 Prozent der zu erwartenden Durchschnittsmenge. Die Nummer Eins der düstersten Winter geht übrigens auf die Jahre 1969/1970 mit einem Wert von lediglich 94,4 sonnigen Stunden zurück.
Aber Bernd Fischer, der mit seinem Team im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Messergebnisse für die Quadratestadt festhält, hat auch freundlichere Nachrichten. Und die betreffen ausgerechnet ein Orkantief. Während "Xynthia" andernorts Menschenleben forderte, "sind wir gottlob mal wieder glimpflich davongekommen", resümiert der meteorologische Fachmann. Mit 120 Stundenkilometern und Windstärken über 12 fegten einst Lothar und Wibke auch über unsere Stadt hinweg. Da erscheint die sonntägliche Spitze mit "nur" 95 Kilometern pro Stunde vergleichsweise harmlos. "Immerhin", räumt der Experte ein, "das ergibt eine Windstärke von 10. Und ab acht zahlt die Versicherung bei eventuellen Sturmschäden".
Ganz so stürmisch geht es in dieser Woche jedenfalls nicht mehr zu. Leider sacken auch die Temperaturen wieder auf "märztypische" Werte um zehn Grad ab.
Aber vom Schneeschippen bleiben wir doch wohl erst mal verschont? Da ist sich der "Wetterfrosch" von der Station Vogelstang nicht so ganz sicher. Schließlich falle ziemlich viel Regen: "Und da kann sich durchaus mal wieder die eine oder andere weiße Flocke druntermischen."
Mannheimer Morgen
02. März 2010
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