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Siemens: Arbeitnehmervertreter bringen als Ausweg zum Stellenabbau einen Verkauf des Werkes ins Spiel / Heute Großdemo

Alternativkonzept soll Frankenthal retten

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 21.01.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

Schon im Herbst 2015 demonstrierten die Siemens-Mitarbeiter in Frankenthal für ihre Jobs. Für heute kündigen IG Metall und Betriebsrat erneut Protest an.

© Venus

Frankenthal. Arbeitnehmervertreter des Siemens-Standortes Frankenthal haben dem Management ein Alternativkonzept zu dem angekündigten Personalabbau vorgelegt. Dieses sehe unter anderem einen kompletten Verkauf des Standortes vor und damit den Erhalt der rund 600 Arbeitsplätze, sagte Birgit Mohme, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal, gestern. Interessenten gebe es bereits. Auch ein Verbleib bei Siemens wäre dem Konzept zufolge möglich - allerdings unter deutlich geänderten Rahmenbedingungen, erklärte Mohme.

Die Geschäftsführung habe angeboten, sich in der Angelegenheit Anfang Februar zusammenzusetzen. "Wir werten das als gutes Signal", sagte die Arbeitnehmervertreterin. IG Metall und Betriebsrat haben für heute zu einer Demonstration in Frankenthal aufgerufen. Man erwarte bis zu 600 Teilnehmer, so Mohme.

Eine Siemens-Sprecherin in Karlsruhe wollte die neuen Entwicklungen gestern nicht kommentieren. Man befinde sich wegen des geplanten Stellenabbaus nach wie vor in Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern, sagte sie. Diesen wolle man nicht vorgreifen.

Laut IG Metall plant Siemens, die Produktion der Industrie-Dampfturbinen von Frankenthal nach Tschechien zu verlagern. Dies würde in der Vorderpfalz den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen bedeuten. Die dann noch verbleibende Verdichter-Sparte soll zudem fit für einen Verkauf gemacht werden. Gewerkschaft und Betriebsrat sehen deshalb den gesamten Standort in Gefahr. Zudem halten sie die Management-Pläne für wenig aussichtsreich: Gerade die versprochenen Spareffekte seien unter einer realistischen Analyse nur sehr schwer zu erreichen, heißt es in einer Stellungnahme der IG Metall. Die Verlagerung berge ein höheres Risiko, als die werthaltige Option den Standort unter optimierten Bedingungen fortzuführen.

Das Werk in Frankenthal gehört erst seit 2006 zu Siemens. Es ging aus dem traditionsreichen Unternehmen Kühnle, Kopp & Kausch (KK&K) hervor, das Siemens von einem Finanzinvestor gekauft hatte. Die angekündigten Einschnitte kamen für viele überraschend, da der Standort in den vergangenen Jahren jeweils hohe Renditen erwirtschaftet hatte und von der Geschäftsführung in den Medien wiederholt als "Perle des Maschinenbaus" bezeichnet worden war. Es wird vermutet, dass der Stellenabbau im Zusammenhang mit der Siemens-Übernahme des US-Konzerns Dresser-Rand 2015 steht. Seither gebe es Überschneidungen im Portfolio.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 21.01.2016
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