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Lebensmittel: Verbraucherschützer fordern Verbot für Kinder und Jugendliche / Hersteller weist Kritik zurück

Energy Drinks bald erst ab 18?

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 31.10.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

In den USA wird wegen eines "Monster" genannten Energy Drinks ermittelt.

© dpa

Mannheim. Der Hersteller sogenannter Energy Drinks Red Bull hat sich gegen eine Altersbeschränkung für die in die Kritik geratenen Getränke ausgesprochen. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine Altersbeschränkung für Energy Drinks gelten sollte, während Kaffeegetränke, die doppelt so viel Koffein enthalten, keiner Beschränkung unterliegen", teilte das Unternehmen gestern auf Anfrage mit.

Süße überdeckt bitteres Koffein

Zuvor hatte die Verbraucherzentrale Hamburg ein Verkaufsverbot der koffeinhaltigen Getränke für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gefordert. Hintergrund waren mehrere ungeklärte Todesfälle in den USA im Zusammenhang mit Energy Drinks. So war zum Beispiel die 14-jährige Anais aus Maryland gestorben, nachdem sie zwei dieser Getränke (jeweils 0,7 Liter) der Marke "Monster" innerhalb von 24 Stunden getrunken hatte. Einen Beweis dafür, dass der Energy Drink tatsächlich die Todesursache war, gibt es bislang allerdings nicht.

Dennoch fordern Verbraucherschützer Konsequenzen: "Gerade Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden, da in der Disco und beim Sport die Gefahr eines übermäßigen Konsums besteht", sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Getränke enthielten dreimal so viel Koffein wie beispielsweise Cola, aber der eigentlich bittere Geschmack des Koffeins werde durch Aromen und die extreme Süße der Energy Drinks überdeckt.

Noch gefährlicher sind Valets Einschätzung zufolge die sogenannten Energy-Shots, also hochkonzentrierte Produkte in kleinen Portionsgrößen. Bei Durst werde man dazu verleitet, gleich mehrere Portionen zu konsumieren. In einer langen Disco-Nacht denke jedenfalls kein Jugendlicher an die Empfehlung der Hersteller, täglich maximal einen Energy-Shot zu trinken, glaubt Valet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte schon 2009 die Energy-Shots als "nicht sicher" eingestuft.

Red Bull kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Eine 250-Milliliter-Dose des eigenen Energy Drinks "enthält in etwa so viel Koffein wie eine Tasse Filterkaffee". Red Bull könne daher in jedem Alter getrunken werden, "ab dem Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke konsumiert werden".

Der Markt für Energy Drinks ist riesig. Allein Marktführer Red Bull verkaufte 2011 ungefähr 4,6 Milliarden Dosen, über elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz der österreichischen Firma stieg im gleichen Zeitraum um 12,4 Prozent auf 4,253 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist unter anderem Sponsor des Formel-1-Rennstalls von Weltmeister Sebastian Vettel. Auch Felix Baumgartners spektakulärer Sprung aus dem All vor rund zwei Wochen wurde von Red Bull unterstützt.

Wie gefährlich die Energy Drinks wirklich sind, ist schwer zu sagen. "Die enthaltenen Substanzen, vor allem in Kombination mit Koffein, sind bisher nicht ausreichend untersucht", schreibt das Ministerium für Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. Laut BfR können gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden. Allein durch eine hohe Zufuhr an Koffein könne es zu Magenbeschwerden, Unruhezuständen, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen kommen.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 31.10.2012
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