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Längst nicht alles erledigt

Von Ralf Müller zu den Ermittlungen gegen Audi

Eigentlich wollte Audi-Chef Rupert Stadler auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz der VW-Tochter die "Diesel-Affäre" für überstanden erklären - jedenfalls in wirtschaftlicher Hinsicht für erledigt erklären. Und dann das: Kurz bevor der Vorstandsvorsitzende berichtete, mit wie vielen staatlichen Behörden in den USA und Europa man sich schon geeinigt habe, beschlagnahmten Polizei und Staatsanwaltschaft Akten an neun Audi-Standorten. Eindrucksvoller konnte gar nicht vorgeführt werden, dass längst noch nicht alles erledigt ist.

Die Staatsanwaltschaft München hält ganz offensichtlich die bisherigen Ergebnisse der unternehmenseigenen Aufarbeitung nicht für ausreichend. Sie will nun herausbekommen, wer bei Audi an der Abgas-Schummelsoftware bei der Entwicklung des Diesel-Sechszylinders direkt beteiligt war und wer zumindest davon wusste. Strafrechtlich ist das Ganze als Betrug mit Schaden in Millionenhöhe zu werten. Der Fluch der bösen Tat wird Audi also auch 2017 nicht loslassen. Und deshalb wackelt Stadlers Stuhl ungeachtet der jüngsten Vertrauensbekundung des Aufsichtsrats weiter.

Lapidare Erklärung

Derweil können sich die deutschen Käufer von Diesel-Autos mit manipulierter Software fragen, warum sie auf eine Nachrüstung verwiesen werden, während US-Kunden den Rückkauf ihres Fahrzeugs fordern können. Der Grund seien unterschiedliche Rechtsvorschriften, erklärte Einkaufsvorstand Bernd Martens lapidar. Auch die Staatsanwaltschaft wurde nur wegen betrogener US-Kunden tätig: "Absatzgeschäfte auf dem europäischen Markt sind nicht Gegenstand der Ermittlungen." Europäer können also nicht betrogen werden.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 16.03.2017
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