DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 30.05.2015

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Leichtfertiges Gerede

Von Michael Roth

Keiner will ihn aber zu viele reden darüber - einen "Währungskrieg". Wer seine Währung schwächt, verbessert die Exportchancen der Industrie, weil diese dann im Ausland billiger anbieten kann. Vor allem Frankreich beklagt zu schnell einen zu starken Euro. Das bedeutet im unausgesprochenen Umkehrschluss, die Europäische Zentralbank möge dafür sorgen, dass er schwächer wird. Doch Manipulationen an Wechselkursen sind meist nur Ersatzhandlungen für andere Nöte. Gerade Frankreichs Wirtschaft leidet seit Jahren unter der Schwindsucht in Sachen internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Kein Wunder, dass die Politik nach künstlicher Hilfe an der Währungsfront ruft.

Sollte die kommen, wird das auch hierzulande zu spüren sein, als erstes an den Tankstellen. Denn ein schwacher Euro bedeutet im Umkehrschluss einen starken Dollar. Weil Rohöl international in Dollar abgerechnet wird, steigen an deutschen Zapfsäulen mit einem abgewerteten Euro die Spritrechnungen. Warum aber soll der deutsche Autofahrer für die Schwächen der französischen Industrie bezahlen?

Es ist übrigens noch gar nicht so lange her, da wurde, auf dem Höhepunkt der europäischen Staatsschuldenkrise, über einen zu schwachen Euro lamentiert. Die neue Euro-Stärke ist so gesehen auch ein Ausdruck für neues Vertrauen der internationalen Finanzwelt in die Währung. Die neue Stärke bedeutet auch, dass die Bewältigung der Krise gute Fortschritte macht. Auch das sollten französische Politiker nicht mit leichtfertigem Gerede kaputtmachen.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2013
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Das Wetter in der Metropolregion

Mannheim - Prognose für 9 Uhr

15°

Das Wetter am 30.5.2015 in Mannheim: stark bewölkt
MIN. 9°
MAX. 19°
 

Börsenticker

Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
DAX 11.429,50 +0,14%
TecDAX 1.695,00 +0,15%
EUR/USD 1,0987 +0,28%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

FRESENIUS... 58,11 +0,65%
SAP 67,26 -0,72%
HENKEL 109,19 -1,05%
RWE 21,22 -3,15%
DT. TELEKOM 15,66 -2,78%
ALLIANZ 143,08 -2,61%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
DekaLux-BioTech CF AF 222,10%
DWS Biotech AF 218,03%
ESPA Stock Biotec AF 216,88%
SEB Concept Biotec AF 212,80%
PPF CP Global BioP AF 199,25%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Zu viele Arbeitsplätze in der Verwaltung

Insolvenzverwalter Pluta streicht 54 Jobs bei Hirschberger KPS

Bei der Hirschberger KPS AG hat Insolvenzverwalter Michael Pluta zu viele Arbeitsplätze in der Verwaltung entdeckt. Nun sollen 54 Jobs gestrichen werden. Künftig werden dann noch 270 Mitarbeiter bei KPS beschäftigt sein. [mehr]

EU-Gipfel

Berlusconi trübt die gute Laune

Brüssel. Die wichtigste Arbeit war schon getan, als die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gestern Abend in Brüssel zusammenkamen. Europas neue Bankenaufsicht stand, Griechenland wird in wenigen Tagen wieder flüssig sein. "Der Gipfel ist durch die Finanzminister gerettet", sagte… [mehr]

Drogeriemarktkette dm

Multimedia

Drogeriemarkt-Kette dm startet Online-Shop

Karlsruhe (dpa) - Die Drogeriemarkt-Kette dm geht online. Wie der deutsche Branchenprimus am Dienstag mitteilte, will das Unternehmen im Frühsommer einen eigenen Online-Shop starten. Den Kunden werde damit künftig "nahezu das gesamte Sortiment" der über 1600 deutschen dm-Märkte auch im Netz zur… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR