Quelle catastrophe, was für eine Katastrophe. Fünf Milliarden Euro, der größte Verlust der Firmengeschichte. Wenn es nach Vorstandschef Philippe Varin geht, kann Peugeot nicht mehr tiefer in den Graben fahren. Vielmehr sei die Zeit jetzt gekommen, den französischen Autobauer endlich gesund zu schrumpfen. Das ist aber mehr als fraglich. Noch will sich niemand das Scheitern eingestehen.
Peugeot war lange Jahre auf den südeuropäischen Markt fixiert und ist es immer noch. Noch vergangenes Jahr machte die Marke mit dem Löwen dort mehr als die Hälfte ihres Umsatzes. Doch wegen der anhaltenden Staatsschuldenkrise erholt sich die Nachfrage nicht, im Gegenteil. Viele Menschen sind arbeitslos; sie haben kein Geld, sich ein neues Auto zu kaufen. In Spanien oder Italien schrumpfen zusehends Märkte. Es ist nicht absehbar, dass sich dort die Konjunktur in den kommenden Monaten bessert. Hinzu kommt, dass Peugeot in Südeuropa Marktanteile an Konkurrenten wie Volkswagen oder Hyundai-Kia verliert.
Die Verkäufe in Schwellenländern wie China sind noch zu schwach, um das schlechte Geschäft in Europa auszugleichen. Und bis Peugeot mit Opel beziehungsweise deren Mutter General Motors (GM) die ersten gemeinsamen Modelle entwickelt hat, werden noch Jahre vergehen.