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Technologie: Nutzung als Handy, Smartphone, Tablet und E-Reader / Konzern will aber nicht vom Einstieg ins Hardwaregeschäft sprechen

SAP-Patent für neuartigen Falt-Laptop

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

SAP Konzernzentrale in Walldorf, Dietmar-Hopp-Allee © Manfred Rinderspacher

© Manfred Rinderspacher

Walldorf. Der Softwarekonzern SAP hat sich in den USA einen neuartigen faltbaren Laptop patentieren lassen, namens "foldable Information-Worker mobile device". Die Walldorfer hatten den Antrag dafür bereits im Januar 2013 gestellt, Ende vergangenen Monats wurde er von den amerikanischen Behörden genehmigt und veröffentlicht. Als Erfinder werden die SAP, Walldorf und Tatjana Pfeiffer aus Altrip angegeben.

Bei dem Patent geht es den Angaben zufolge um ein mobiles Gerät, das mit ein paar Handgriffen verwandelt werden kann und damit unterschiedlichen Funktionen dient. Ein Nutzer könne es beispielsweise als Handy benutzen, um ein Telefonat zu führen, anschließend als Smartphone, um eine E-Mail zu verfassen, als Laptop, um ein umfangreicheres Dokument zu bearbeiten und schließlich als E-Reader zum Lesen. "Zeitungsmodus" wird Letzteres in dem Antrag genannt.

Die Idee eines solchen faltbaren oder auch rollbaren Laptops ist nicht neu, es existieren auch schon entsprechende Konzepte. Bei dem SAP-Patent geht es aber nicht nur um die Faltbarkeit als solche, sondern auch darum, dass durch das Falten die verschiedenen Funktionen aufgerufen werden können. Ein weiterer Vorteil besteht laut Patentantrag darin, dass die heute noch oft notwendige Datensynchronisierung für mehrere Geräte entfällt. Außerdem werde es einfacher, bestimmte Informationen auf mehreren Endgeräten zusammenzusuchen.

Der Patentantrag heißt allerdings nicht, dass das Gerät automatisch in den Handel kommt. Er passt aber zu dem Trend, dass Unternehmen Komplettlösungen aus Hard- und Software anbieten. Konzernsprecher Hilmar Schepp will das Patent trotzdem nicht als SAPs Einstieg ins Hardwaregeschäft verstanden wissen. "Es zeigt lediglich, dass SAP frei und in unterschiedlichste Richtungen denkt", sagte er. Gerade bei mobilen Geräten gehe die Entwicklung unheimlich schnell, und da wolle man mit Lösungen vorne dabei sein. Es handele sich aber um eine Überlegung "auf der grünen Wiese", betonte Schepp. Abgesehen davon gehöre "die Einreichung von Patenten bei SAP zum Alltag".

© Mannheimer Morgen, Freitag, 29.08.2014
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