DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 25.03.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Internet: Zeitungsverlage in Deutschland führen Online-Abonnements und Bezahlmodelle für ihre Nachrichtenportale ein / Nutzerzahlen von Apps steigen

Eine Investition in die Qualität

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 25.09.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Tobias Döpker

Qualitätsjournalismus im Internet kostet Geld. Deswegen arbeiten immer mehr Verlage an digitalen Strategien für die Zukunft.

© Dolch

Mannheim. Die renommierte "New York Times" aus den USA hat es im März 2011 vorgemacht, seitdem folgen auch in Deutschland immer mehr Verlage mit unterschiedlichen Bezahlmodellen im Internet.

So hat zum Beispiel die "Bild-Zeitung" erst im Juni diesen Jahres ihr neues Digital-Abo-Angebot "Bild+" gestartet. Auf Bild.de bleibt zwar nach wie vor ein Teil der Inhalte kostenfrei, von der Redaktion ausgewählte und exklusive Geschichten sowie besondere Inhalte wie die Videoberichte von der Fußball-Bundesliga kosten seit Mitte des Jahres allerdings Geld. In Fachkreisen heißt diese Mischung aus kostenlosen Inhalten und Artikeln, die nur gegen Bezahlung gelesen werden können, "Freemium-Modell".

Verschiedene Bezahlmodelle

Nachrichten, Bilder und Videos – das erwartet Sie im Morgenweb und Fnweb

  • Mit 6 657 225 Zugriffen, 1 290 453 Besuchen im Monat (August 2013) und 380 000 Nutzern ist das Morgenweb das zugriffsstärkste regionale Nachrichtenportal in der Metropolregion Rhein-Neckar.
  • Das FNweb deckt die Region zwischen Wertheim, Mosbach und Bad Mergentheim ab und hat 857 348 Zugriffe, 188 833 Visits und 60 000 Nutzer im Monat (August 2013).
  • Die Nachrichtenportale berichten an 365 Tagen im Jahr über das aktuelle Geschehen vor Ort, in der Region sowie überregional aus Deutschland und der Welt.
  • Aktuelle Fotostrecken, lokale und überregionale Videobeiträge, Abstimmungen und eine Veranstaltungsdatenbank runden das Angebot ab.
  • Mit den Sporttickern zum Eishockey, zur Handball-Bundesliga, Formel 1 und Fußball-Bundesliga verpassen Sie keine Entscheidung.
  • Ihre Meinung sagen Sie per Kommentierungsfunktion unter den lokalen und regionalen Artikeln. td

Einen anderen Weg hatte die ebenfalls im Springer-Verlag erscheinende Tageszeitung "Die Welt" als erstes großes deutsches überregionales Nachrichtenportal bereits ein Jahr zuvor eingeschlagen. Hier können die Leser auf der Welt-Webseite seit Dezember letzten Jahres 20 Artikel pro Monat kostenlos lesen. Ist das Kontingent bei diesem "Metered Model" genannten Bezahlsystem aufgebraucht, kann ab dem 21. Artikel erst nach Abschluss eines Online-Abonnements weitergelesen werden.

Neben der Ludwigshafener "Rheinpfalz" und dem "Darmstädter Echo", die ihre lokalen und regionalen Inhalte durch Bezahlmodelle ebenfalls für Online-Abonnenten reservieren, führt die Mannheimer Dr. Haas Gruppe jetzt das "Metered Model" für seine regionalen Nachrichtenplattformen morgenweb.de und fnweb.de ein. Während sich für Abonnenten der Tageszeitung nichts ändert, müssen Nicht-Abonnenten jetzt ab dem 21. Artikel zahlen. "Die kostenpflichtigen Inhalte sind Teil unserer umfassenden Digitalstrategie, zu der nach dem Relaunch der Webseiten vor einem Jahr auch die Einführung der Digitalen Zeitung im Sommer diesen Jahres gehört", erklärt Dr. Björn Jansen, Geschäftsführer der Dr. Haas GmbH.

So unterschiedlich die Bezahlmodelle der deutschen Verlage im Internet aktuell auch aussehen, die "taz" bittet ihre digitalen Leser etwa um eine freiwillige Gebühr, der Hintergrund ist derselbe: "Qualitätsjournalismus mit fundierter Recherche und kritischer Analyse lässt sich auch im Internet nur dauerhaft finanzieren, wenn sich die Leser - wie bei der gedruckten Zeitung - als Abonnenten an der Finanzierung beteiligen", sagt Dr. Jansen.

New York Times Vorreiter

Während viele Analysten beim Start des digitalen New York Times-Abonnements im März 2011 mit einem Misserfolg rechneten, ist das Bezahlmodell der US-Zeitung mittlerweile akzeptiert - hatten doch immerhin 700 000 Menschen Ende Juni 2013 ein Online-Abonnement der renommierten Ostküsten-Zeitung. Und auch die Nutzer-Zahlen, die Springer für sein welt.de-Bezahlmodell nach einem halben Jahr vorgelegt hat, haben die Branche aufhorchen lassen: Der Hamburger Springer-Konzern meldete immerhin 47 000 zahlende Digital-Abonnenten von welt.de.

Zahlungsbereitschaft wächst

Neue Studien unterstützen den positiven Trend bei der Nutzerentwicklung von digitalen Abonnement-Modellen. So hat eine aktuelle Studie des Reuters Institute for the Study of Journalism gezeigt, dass neun Prozent der Nutzer für Nachrichteninhalte im Netz zahlen würden. Zwar ist dies eine Minderheit, aber eine schnell wachsende, denn noch ein Jahr zuvor waren nur vier Prozent der Befragten bereit, für Artikel im Netz zu zahlen.

Nach Ansicht der Reuters-Studie funktionieren die digitalen Abonnement-Modelle auch, weil viele Leser angesichts der schier unüberblickbaren Nachrichtenflut im Internet bei ihrer Zeitung vor Ort Orientierung im News-Dschungel und die von der gedruckten Zeitung gewohnte journalistische Qualität suchen.

Nutzerzahlen steigen

Diesen Trend unterstreichen auch die steigenden Nutzerzahlen bei Apps und mobilen Webseiten der deutschen Zeitungshäuser. Nach einer aktuellen Auswertung der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft vom Sommer diesen Jahres erreichen die deutschen Zeitungsverlage mit ihren mobilen Angeboten mittlerweile rund sieben Millionen Nutzer pro Monat. "Dass bereits knapp zwei Drittel der angebotenen Tablet-Apps und rund die Hälfte der Smartphone Apps bezahlt werden, bestätigt die hohe Wertschätzung der Nutzer für die Inhalte der Zeitung", sagt ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 25.09.2013
  • Drucken
 

Börsenticker

Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.075,50 +0,09%
TecDAX 2.002,25 -0,05%
EUR/USD 1,0800 +0,16%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

INFINEON 18,60 +8,78%
RWE ST 15,08 +1,72%
CONTINENTAL 199,05 +1,25%
MERCK 103,71 -2,21%
DT. BANK 15,52 -1,27%
ALLIANZ 168,91 -0,79%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Crocodile Capital MF 140,69%
Structured Solutio AF 132,40%
Morgan Stanley Inv AF 111,70%
BlackRock Global F AF 104,94%
Fidelity Funds Glo AF 104,10%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Kontakt zur Wirtschaftsredaktion

Telefon: (ab 10 Uhr) 0621/392-1361
Fax: 0621/392-1412
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR