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Mannheim: Überraschender Jubel am NTM - eine kleine Nachtkritik

Samstag, 21.01.2017

Mannheim. Das Opernhaus am Goetheplatz war zwar nicht ausverkauft, aber die Euphorie war am Ende groß. Als nach rund drei Stunden und zehn Minuten Mischa Spolianskys Revue "Wie werde ich reich und glücklich?" zu Ende ging, gab es Jubel vor allem aus den hinteren Reihen. Das war einigermaßen überraschend, ging der Abend nach einer Konzeption der Musiktheatergruppe Kommando Himmelfahrt doch keineswegs ohne Längen über die Bühne - auch, weil die Idee, eine Dramaturgenebene einzufügen, in der ein Philosoph sich daran erinnert, irgendwann als Kind einmal den Film "Wie werde ich reich und glücklich?" gesehen zu haben, nicht immer, aber immerhin zunehmend gegen Ende zündet. Musikalisch ist der Abend ganz vergnüglich. Joachim Goltz als Hauptperson Kibis, Maria Markina als Lis, Andreas Hermann als Lohrenz, Nikola Hillebrand als Marie und vor allem Stefan Sevenich als Geheimrat Regen spielten und sangen gut. Die Effekte des gefilmten Bühnengeschehens als live entstehenden Schwarzweißfilm sind sehr überraschend und ästhetisch. Dennoch hat der Abend - vor allem im ersten Teil - seine Längen und vertrüge mehr Geschwindigkeit, Konzentration und Kürzung. Es ist, wie es einer der Protagonisten einmal sagt: Es werde aus einer harmlosen Komödie ein Weltanschauungsdrama gemacht. An sich eine gute Idee. Aber muss es dann mit solchen Anlaufschwierigkeiten sein? (dms)

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