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Mannheim: "Faust"-Premiere enttäuscht weitgehend

Freitag, 17.04.2015

Mannheim. Die Premiere von Hector Berlioz' dramatischer Legende "La damnation de Faust" am Nationaltheater Mannheim erntete am Ende zwar einigen Applaus. Insgesamt aber enttäuschte die Regie des jungen russischen Theatermachers Vasily Barkhatov. Sein Freudianischer Ansatz, die Geschichte als Fantasie eines alten Mannes zu erzählen, der auf seine verkorkste und schreckliche Kindheit und Jugend zurückblickt, hat zwar interessante Ansätze. Unter dem Strich bleiben aber zu viele Fragen offen und ist die Inszenierung zu unkonzentriert. Leider konnte auch die musikalische Leistung von Chor und Orchester unter Kapellmeister Alois Seidlmeier diesmal nur wenig aufwiegen. Zu vieles ging schief, zu oft klaffte das Geschehen auf der Bühne mit dem im Graben auseinander, außerdem passierten auch im Orchester selbst zu viele Ungereimtheiten. Einzig Martin Muehle als Faust und Marie-Belle Sandis als Marguerite konnten begeistern. Besonders Muehle drehte gegen Ende emotional auf und ließ seine reichlichen Farben mit Nachdruck leuchten. Dass diesmal auch der sonst so starke Karsten Mewes als Mephisto nicht überzeugen konnte, passte zu einer insgesamt nur sehr mäßig gelungenen Opernpremiere in Mannheim. (dms)

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