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Zu süß und zu fettig

Ernährung: Lebensmittel für Kinder sind wahre Kalorienbomben. Das hat eine neue Studie gezeigt. Von heike Rentsch

Schokoladenriegel, Chips, Joghurts, süße Getränke: Sie alle sehen lustig aus, sind aber ungesund.

© Soeren Stache

Morgens eine Schüssel Cornflakes, zwischendrin einen Fruchtzwerg, mittags Spaghetti aus der Fertigpackung. Eigentlich könnte man denken, dass das gesund ist. Schließlich bestehen die Cornflakes aus Getreide, der Joghurt aus Milch und die Spaghetti-Soße aus Tomaten. Doch das ist nicht so: Viele der Lebensmittel, die extra für Kinder angeboten werden, bestehen aus zu viel Fett und zu viel Zucker. Das zumindest hat die Verbraucherorganisation Foodwatch herausgefunden.

Insgesamt 1500 Lebensmittel haben die Experten testen lassen. Fast drei Viertel davon seien "süße und fettige Snacks" gewesen - wahre Kalorienbomben, so die Ernährungsexperten. Das Problem ist zudem: Viele dieser Lebensmittel sind bunt und lustig verpackt. Einige haben ein kleines Spielzeug dabei, andere werben mit Comics für sich. Also genau das, was Kinder lieben.

Dabei gehören die untersuchten, extra für Kinder angebotenen Lebensmittel zu denen, die nur sparsam verzehrt werden sollten. Produkte, die man reichlich essen kann, wie Obst, Nudeln oder Säfte, waren laut Foodwatch dagegen nur zu zwölf Prozent unter der Probe, die aus den Läden genommen worden war.

Kinder verputzen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse, so die Studie. Aber sie ziehen sich über 200 Prozent - also das Doppelte - der Menge an Süßwaren, Snacks und Softdrinks rein, die sie höchstens konsumieren sollten. Die Folge: Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 1980er und 1990er Jahren um 50 Prozent gestiegen. 15 Prozent der Kinder sind zu dick, sechs Prozent sogar fettleibig. Sie tragen ein erhöhtes Risiko für Diabetes (auch "Zuckerkrankheit" genannt) und andere Krankheiten.

Das Bundesverbraucherministerium hält Lebensmittel für Kinder für überflüssig. "Ein Kind, das den Geschmack von klebrigen Puddings oder künstlichen Süßspeisen gewohnt ist, kann richtige Obstsüße kaum noch wertschätzen", heißt es. Also lieber den Apfel essen, als den süßen Fruchtzwerg!

Samstag, 17.03.2012
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