» Startseite > Ratgeber > Geld & Karriere > Tipps für die neue Stelle > Artikelseite
"Wenn ich eine klar strukturierte Bewerbung vor mir habe, geht mir das Herz auf", sagt Margit Herrler, Personalerin bei SAP in Walldorf. Gerade bei großen Firmen flattern täglich neue Mappen ins Haus, die gesichtet werden wollen. Für Stellensuchende heißt das: Je einfacher man es dem Mitarbeiter der Personalabteilung macht, sich in der Bewerbung zurecht zu finden und einen Eindruck von der Person zu bekommen, desto besser.
Ein Deckblatt mit den Kontaktdaten des Bewerbers und einem Foto helfen dem Personaler, bei Bedarf schnell auf die Mappe zurückzugreifen.
Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite und nicht zu eng beschrieben sein. Erklären Sie in kurzen Sätzen, wer Sie sind, was Sie können und warum Sie die betreffende Stelle wollen. Hier besteht die Möglichkeit, individuelle Akzente zu setzen! Nennen Sie den frühesten Eintrittstermin und unterschreiben Sie per Hand. Für genauere Angaben zu ihrer Vita ist der Lebenslauf da.
Gestalten Sie den Lebenslauf tabellarisch-chronologisch und so klar wie möglich. Geben Sie Zeitspannen jeweils mit Monat und Jahr (Beispiel: 03/2001 - 07/2004) an, und achten Sie darauf, dass Sie keine Lücken haben. Vermeiden Sie mehrere unterschiedliche Schriftgrößen oder -formate.
Die Anlagen sollten die Qualifikationen und Tätigkeiten belegen, die Sie im Lebenslauf erwähnt haben. Einige Firmen listen auf ihrer Internetseite auf, welche Unterlagen Sie haben wollen. Ordnen Sie die Nachweise chronologisch.
Verwenden Sie einfache, transparente Klemmmappen, aus denen man leicht Unterlagen entnehmen kann. Meiden Sie komplizierte Systeme, auch wenn sie pompös aussehen. Insgesamt sollten Sie bei der Mappe höchste Sorgfalt walten lassen. Kaffeeflecken und Eselsohren sind ebenso tabu wie zig mal verwendete Unterlagen, Urlaubsfotos, falsch geschriebene Namen oder Rechtschreibfehler.
Bei vielen Firmen kann man sich heute via Email bewerben, einige haben auf ihrer Internetseite sogar fertige Bewerbungsformulare, die man nutzen soll. Steht in der Anzeige nicht ausdrücklich, dass man sich online bewerben kann, sollte man nachfragen. Arbeitssuchende sollten sich zudem überlegen, ob sie über die entsprechende Software verfügen, um ansprechende Unterlagen zu verschicken. Keinesfalls sollte man sich von dem Medium Computer zu einem salopperen Umgangston im Anschreiben hinreißen lassen. tat
Mannheimer Morgen
26. April 2005
Adresse der Seite: http://www.morgenweb.de/ratgeber/geld_und_karriere/berufseinstieg/20050426_rf00943002_11105.html