Die erste Bewerbung macht viel Arbeit
Für seine allererste Bewerbung bekam Hannes in der Schule eine Drei und Streit mit seiner Mutter. Die hatte gegen die Praxisferne der Lehrerin gewettert und ihren eigenen Stil durchgesetzt: Die Absenderadresse mittig statt linksbündig, Indikativ statt Konjunktiv - "ich freue mich" statt "ich würde mich freuen" - und eine persönliche Einleitung.
Arbeitsrecht: Der Fall Lidl wirft bei Beschäftigten die Frage auf, welche Gesundheitsangaben der Arbeitgeber sammeln darf
Von unserem Mitarbeiter Andreas Kunze
DÜSSELDORF. Ein neuer Datenskandal hat Arbeitnehmer in der vergangenen Woche aufgeschreckt. Der Lebensmitteldiscounter Lidl soll die Krankheiten seiner Mitarbeiter systematisch erfasst und protokolliert haben. Millionen Beschäftigte sind verunsichert, weil sie nicht genau wissen, auf welche Informationen ihr Chef ein Recht hat. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.
Überbrückung: Mitarbeiter und Betrieb können profitieren
Bremen. Weiterbildungen während der Kurzarbeit lohnen sich für den Betrieb wie für dessen Angestellte. Beide Seiten profitierten davon, sagt Helmut Passe-Tietjen vom Zentrum für Weiterbildung der Universität Bremen. Die Unternehmen müssten sich durch die Kurzarbeit nicht von den Arbeitnehmern trennen. "Diese wiederum können etwas Sinnvolles mit der übrigen Zeit anfangen und den Betrieb dadurch stärken.
Lehre: Unternehmen bilden junge Eltern in Teilzeit aus / Noch kämpfen Einrichtungen gegen Vorurteile bei Arbeitgebern an
Von unserem Redaktionsmitglied Rebecca Botsch
Mannheim. Wenn das Baby mit Fieber im Bett liegt, ist es für eine berufstätige Mutter ein immenser Balanceakt, den Nachwuchs zu versorgen und die Arbeit nicht zu vernachlässigen. Um wie viel schwerer ist es erst für eine Auszubildende, die sich in ihrem Beruf beweisen und dem Arbeitgeber empfehlen muss? Die Vorurteile, die in Betrieben gegen Auszubildende mit Kindern vorherrschen, sind vielfältig.
Urteil: Arbeitgeber verpflichtet, Übergriffen nachzugehen
Bonn. Arbeitgeber sollten Mobbing nicht ignorieren. Die Folgen können nicht nur für das Arbeitsklima erheblich sein, sondern auch für die Produktivität, so der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn. Außerdem drohen unter Umständen arbeitsrechtliche Konsequenzen. Im schlimmsten Fall müsse sich der Arbeitgeber wegen mangelnder Fürsorge vor Gericht verantworten. Mobbing reicht von Anschreien, Telefonterror, Drohungen und Redeverbot bis zu sexueller Belästigung und körperlicher Gewalt.
Karriere: Bundesregierung will Bildungsprämie einführen
Berlin/Bonn. Nach der Schule ist noch lange nicht Schluss: Lebenslanges Lernen gilt heute als unverzichtbar. Weil Deutschland im internationalen Vergleich hinterherhinkt, soll es schon bald eine staatliche Förderung für die Weiterbildung geben. Die Zuschüsse sind allerdings an Bedingungen geknüpft. Und um einen Eigenanteil kommen Arbeitnehmer in den meisten Fällen nicht herum.
Ausbildung: Wer sich nicht richtig über seinen künftigen Job informiert, bereut häufig seine Berufswahl
Mannheim. Eigentlich wollte er Koch werden - nun sitzt er da und schält seit Tagen Kartoffeln. Andere Azubis verbringen Stunden am Kopierer oder müssen Gläser polieren. Es gibt viele Gründe für Frust am Ausbildungsplatz. Alles hinzuschmeißen ist dann der scheinbar einfachste Weg, aber nicht immer der beste. Dass die Lehre nicht bei allen rund läuft, zeigen Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.
Ausbildung: Beim Start gilt es, typische Fehler zu meiden
Berlin. Die ersten Monate im neuen Ausbildungsbetrieb sind besonders wichtig: In dieser Zeit muss sich der Jugendliche bewähren. Trotzdem gibt es typische Fehler, die Azubis gerade zu Beginn ihrer Ausbildung immer wieder unterlaufen: "Unpünktlichkeit zum Beispiel passiert sehr häufig", sagt Alexander Legowski vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Ständiges Zuspätkommen sei nicht gerade förderlich für das Ansehen des Lehrlings unter den Kollegen.
Bewerbung: Auf Fangfragen in Vorstellungsgesprächen sollten sich Kandidaten mit Freunden vorbereiten
Stuttgart/Bonn. "Warum sollten wir gerade Sie einstellen?" Kandidaten, die im Bewerbungsgespräch auf diese Frage antworten, dass sie der Richtige für die Stelle sind, haben eigentlich schon verloren. Denn hinter der scheinbar harmlosen Frage verbirgt sich eine Fangfrage, die den Bewerber überraschen soll. Der Personaler möchte keine auswendig gelernten Standardsätze hören. Die ideale Antwort lässt sich zwar nicht zu Hause vorformulieren.
Ausbildung: Zwei weitere Angebote in Sicherheitsbranche
Bonn. Für die Sicherheitsbranche gibt es zwei neue Berufe, in denen von August an ausgebildet wird. Ganz neu entwickelt wurde der zweijährige Ausbildungsberuf "Servicekraft für Schutz und Sicherheit", wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mitteilt. Eine überarbeitete Ausbildungsverordnung gilt für die "Fachkraft für Schutz und Sicherheit". Hier wird drei Jahre gelernt.
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