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Berlin/Frankfurt. Seit der Einführung des Euro entfällt zwar der Währungsumtausch innerhalb der Europäischen Union. Für einen sorgenfreien Urlaub sollte die Urlaubskasse dennoch gut geplant sein. Bargeld gehört zwar auch am Reisetag ins Portemonnaie. Sicher gehen Urlauber aber vor allem mit der richtigen Mischung aus EC-Karte, Kreditkarte und Reiseschecks.
"Es kommt auf den richtigen Mix an", sagt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin. "Wer sich auf nur ein Zahlungsmittel verlässt, kann im schlimmsten Fall ohne Geld dastehen." Das Bargeld sei von allen Zahlungsmitteln das unsicherste. 100 bis 200 Euro - für die Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel oder das Trinkgeld am ersten Urlaubsabend - seien zumeist ausreichend. Weiteres Bargeld ist dann in der Regel problemlos am Automaten am Urlaubsziel erhältlich.
Wer außerhalb der Euro-Zone Ferien macht und schon vor Reiseantritt Geld umtauschen muss, kann heute wählen. Wer es bequem mag, kann sich die Sorten bei manchen Anbietern für die ersten Urlaubstage im Internet bestellen und zuschicken lassen.
Auch ein Anruf bei der Hausbank bringt aber Klärung darüber, ob die gewünschte Urlaubswährung in der Filiale vorrätig ist, sagt Tanja Beller. Im Urlaub sei es dann am besten, sich Bargeld in kleinen Etappen zu besorgen: "Dann kann man am Urlaubsende absehen, wie viel man noch benötigt und muss nicht mit Verlust zurück tauschen."
"Bei Reisen in Länder mit stabilen Währungen sollten Sie bereits in Deutschland tauschen", fügt Margit Schneider vom Unternehmen Euro Kartensysteme in Frankfurt -und Regionen hinzu. Beispiele seien die USA, die Schweiz, Großbritannien und die Länder Skandinaviens. Geht es in so genannte Schwachwährungsländer wie Türkei, Polen, Ungarn, Fernost, Nordafrika oder Südamerika, empfiehlt sich dagegen der Umtausch vor Ort.
"Das ist oftmals günstiger", erläutert Schneider, deren Unternehmen für die deutsche Kreditwirtschaft Dienstleistungen bei der Kartenzahlung abwickelt. Der Preisvergleich lohne sich in jedem Fall, weil Banken beim Geldumtausch zwischen zwei und vier Prozent Gebühren berechnen.
Wer innerhalb der EU mit der Debitkarte (EC- oder Maestrokarte) bezahlt, muss keine zusätzlichen Gebühren berappen. "Eine EU-Verordnung besagt, dass für das Abheben am Geldautomaten innerhalb der Währungsunion kein höherer Preis berechnet werden darf als für eine vergleichbare Verfügung im Inland", erklärt Tanja Beller. Und vom Postkartenshop bis zum Pizzarestaurant zeigen europaweit mehr als 4,8 Millionen Händler mit einem blau-roten Maestroaufkleber, dass sie das Bezahlen mit der Plastikkarte akzeptieren.
Neben der Debitkarte gehört aber auch die Kreditkarte in den Urlaubskassenmix. Mit der Visa-, Master-, American Express- oder Diners-Card fallen beim Einkauf in der Eurozone keine zusätzlichen Gebühren an. "Beim Einsatz außerhalb der EU wird aber in der Regel ein Preis von zwei bis drei Prozent in Rechnung gestellt", sagt Josephine Holzhäuser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. Und beim Abheben am Automaten mit der Kreditkarte verlangen manche Banken Gebühren von bis zu sieben Euro.
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