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Schmerzen machen Älteren auch psychisch zu schaffen

Für bedürftige Senioren zahlt die Stadt 7,4 Millionen Euro, weil die Zuwendungen des Bundes nicht kostendeckend sind. Dies soll sich künftig ändern.

Schmerzen im Alter schlagen vielen Menschen aufs Gemüt.

© zg

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Viele Ältere leiden unter Schmerzen und fühlen sich in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Das hat eine repräsentative Studie in sechs europäischen Ländern ergeben. Demnach geben knapp 70 Prozent der über-75 Jährigen an, unter Schmerzen zu leiden. 50 Prozent sagen, dass sie sich in ihrer Mobilität eingeschränkt fühlen. Viele Betroffene hätten sogar den Eindruck, dass Schmerz im Alter dazugehöre, erläutert Oliver Emrich, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.

Hinzu komme, dass Ältere nicht nur körperlich, sondern auch psychisch leiden. Denn es entstehe ein fataler Kreislauf: Schmerzen verursachten Ängste und Depressionen, die wiederum den Schmerz verstärkten, erklärt Emrich.

Ältere nähmen außerdem häufig zu viele Medikamente gleichzeitig ein. Die Wechselwirkung verschiedener Wirkstoffe sei ihnen meist nicht bewusst. Ein weiteres Problem sei, dass Angehörige ältere Menschen mit Johanniskraut- oder Ginkgopräparaten versorgten. Das sei zwar gut gemeint - sie können laut Emrich die Wirkung anderer Medikamente aber aufheben oder zu Vergiftungserscheinungen führen.

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