Beim Joggen löst sich die Anspannung in den Muskeln.
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Köln.
Projekte, die zum Jahresende noch unbedingt fertig werden müssen, Geschenkeshopping, Weihnachtsfeiern, Familienabende: Die Adventszeit ist bei vielen Menschen besonders turbulent. Gerade dann ist es wichtig, sich Zeit zum Stressabbau und zur Regeneration zu nehmen, wie Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln betont. "Dauerstress kann viele negative Folgen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Muskelverspannungen und Nervosität haben."
Spannung lässt nach
Auch wenn die Couch nach einem stressigen Tag zum Erholen einlädt, Sport ist die bessere Wahl: Denn sonst blieben die Stresshormone, die sich über den Tag angestaut haben, im Körper, erläutert Froböse. "Ausdauersportarten über etwa 40 Minuten, zum Beispiel Walken, Joggen, Schwimmen, aber auch eine Runde durch das Fitnessstudio oder Entspannungstraining bringen die gewünschte Reduktion der Stresshormone." Die angestaute Spannung in den Muskeln könne endlich genutzt werden, und der Kortisolspiegel normalisiere sich. "Ihre Schlafqualität und folglich auch Ihre Konzentration können Sie somit ebenfalls verbessern", sagt der Forscher.
Das Hormon Kortisol ist eines der entscheidenden Hormone im Stressprozess. Häufig ist es zum Beispiel bei Schlafproblemen verantwortlich, wenn der Kortisolspiegel nicht wie sonst üblich in der Nacht herunter reguliert wird.
Für unangenehme Muskelverspannungen ist eher das Hormon Adrenalin verantwortlich. Der Körper und die Muskeln werden unter Stress in Dauerbereitschaft gehalten und sind angespannt, um, wie es früher nötig war, zu fliehen. Wird die Anspannung nicht genutzt, verspannen sich die Muskeln. dpa