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Fitness: Neue technische Geräte erobern die Fitnesswelt und sollen die Trainingsarbeit unterstützen / TRX und Power Plate versprechen Unterstützung bei Muskelstärkung

Mit Gurt und „Wackelteller“ fit werden

Von unserem Redaktionsmitglied Michaela Roßner

Aufgehängt an einem Trapez lassen sich die Muskeln besonders gut stählen: TRX gilt als sehr effektives Muskeltraining.

© Rinderspacher

Sergej hängt sich seit November regelmäßig auf - und es scheint ihm ausgesprochen gut zu tun. Sein gestählter Körper könnte glatt ein Werbeplakat zieren. "TRX" heißt seine Erfolgsformel: Mit Gurten und Karabinerhaken befestigt der 23-Jährige im Pfitzenmeier-Studio Neuostheim regelmäßig Arme oder Beine an einem trapezförmigen Gerüst. So kann Sergej bei der Gymnastik das Körpergewicht mit einsetzen - ein besonders effektives Muskeltraining.

Die große Metallkonstruktion auf der Gymnastikmatte sieht ein bisschen aus wie das Schaukelgestell auf einem Kinderspielplatz, nur ist es größer. "Etwa 20 Minuten Training, zwei oder besser drei Mal in der Woche" - damit könne ein gutes Muskeltraining erzielt werden, rät Maximilian Schwind, der ebenfalls auf das Gurttraining schwört. Der Sport- und Fitnesskaufmann erklärt: "Mit TRX kann man jede Partie des Körpers gezielt angehen und tiefe Muskelpartien erreichen", ergänzt er. Geeignet seien die Übungen eigentlich für jeden: "Nicht mitmachen darf, wer gerade einen Bandscheibenvorfall hat", schränkt Schwind vorsorglich ein. Anfänger hingegen dürften sich mit dem Gurttraining stählen. "Sie machen die Übungen mit einem anderen Winkel als die ,Profis'", erklärt de Fitnesstrainer.

Bauchspannung wichtig

Eine besondere Ausrüstung ist - mit Ausnahme der Gurte - nicht nötig: Bequeme Sportbekleidung und Sportschuhe genügen. Beim Anpassen der Gurte hilft der Trainer - "Autodidakten" würden hier möglicherweise etwas falsch machen - und das könnte Verletzungen am Bewegungsapparat verursachen.

"Noch fünf Wiederholungen" gibt Schwind derweil das Kommando für seine Schützlinge. Die haben die Schlingen um die Fußgelenke gelegt, hängen bäuchlings und stützen das Körpergewicht auf den Unterarmen ab - Liegestütze für Fortgeschrittene sozusagen. Auch Daniel ist dabei. "Ich kenne kein effektiveres Training", sagt er ein wenig angestrengt lächelnd. Quasi durchgehend müssen er und seine vorübergehenden Leidensgenossen den Bauch in Spannung und den Rücken gerade halten, sich "durchhängen" zu lassen, wäre für die Wirbelsäule

fatal. Nach einer Viertelstunde üben befreien die Trainingspartner ihre Beine von den Gurten - ausgepowert. Das auf den ersten Blick wenig spektakulär aussehende "Abhängen" hat ihnen reichlich Schweißperlen beschert.

Ein paar Meter weiter setzen Sportwillige ein anderes Gerät ein: Power Plate sieht ein bisschen aus wie ein Stepper ohne Pedale. Es ist ein rundes Podest - der Wackelteller-, das mit einer etwa beckenhohen Säule mit Griffen verbunden ist. "Die Plattform vibriert in drei Richtungen", beschreibt Bettina Dünnemann die Funktion des Power Plate: "waagrecht, senkrecht und diagonal." Die wackelnde Unterlage fordere einen stärkeren Muskeltonus als der solide Boden. Die Vibration wird, je nach Übung, in verschiedenen Frequenzen eingestellt. Wer darf auf keinen Fall mit dem Power Plate trainieren? "Menschen, die frische Zahneinlagen bekommen haben", warnt Dünnemann. "Auch Personen mit Herzschrittmachern, die frisch operiert sind und Schwangere müssen darauf verzichten."

Der Vorteil liegt auch hier im geringen Zeitaufwand: 15 Minuten plus fünf Minuten Stretching, das Ganze zwei- bis dreimal die Woche lautet die Empfehlung.

"Das macht ganz arg Spaß", sagt Dagmar, die eigentlich "gar keine Sportskanone" ist, aber die Übung mit dem Wackelteller "wie einen Termin mit der Freundin" immer einhält. "Ich habe eine ganz andere Haltung bekommen." Vom ersten Muskelkater abgesehen, fühle sie sich "immer richtig gut danach". Sie weiß sich da in guter Gesellschaft: "Auch Cindy Crawford und Barbara Becker haben so ein Gerät."

Samstag, 10.03.2012

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