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Anziehende Pflanzen

Fingerhut oder Distel, Ringelblumen oder Margeriten – mit einheimischen Pflanzen lockt man Schmetterlinge, Bienen oder Hummeln in den Garten.

Möglichst viele bunte Schmetterlinge - das wünschen sich viele Gartenbesitzer für ihr heimisches Grün. Mit den richtigen Pflanzen können sie das gezielt beeinflussen. Ausschlaggebend ist, was der Hobbygärtner gepflanzt hat. "Insekten wie Schmetterlinge und Bienen und die einheimischen Pflanzen sind aufeinander abgestimmt", sagte Thomas Wagner von Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin in einem Gespräch mit der dpa.

Die Blütenform und die Staubgefäße sind dabei so gestaltet, dass die Tiere mit ihrem Rüssel an den Nektar herankommen. Der sogenannte Schmetterlingsstrauch zum Beispiel "zieht Schmetterlinge magisch an", sagte Wagner gegenüber der dpa. Wer etwas für den Schmetterlingsbestand tun möchte, sollte für die Raupen außerdem im heimischen Garten etwas Wildkraut stehenlassen - gerne auch direkt am Komposthaufen.

Insekten beleben aber nicht nur den Garten, sie erfüllen auch andere Aufgaben. Bienen spielen bei der Obsternte eine entscheidende Rolle. "Der Ernteerfolg ist von der Bestäubung abhängig", erklärt Thomas Wagner. Auch im Blumenbeet sind sie wichtig - schließlich will der eine oder andere Hobbygärtner für das kommende Jahr auch ein paar Samen ernten.

Gute Nahrungsquelle

Es gebe allerdings auch heimische Pflanzen, die keinen großen Einfluss auf die Insektenvielfalt haben. Blumen mit sogenannter gefüllter Blüte wurden laut Wagner so gezüchtet, dass sie keine Blütenstaubgefäße mehr haben oder diese sich mittlerweile in Blütenblätter verwandelt haben. Dazu gehörten zum Beispiel Rosen.

"Bei sogenannten einfach blühenden Blumen sind im Gegensatz dazu die Staubgefäße in der Mitte noch vorhanden", erklärt Gartenexperte Thomas Wagner. Das gilt unter anderem für Ringelblumen, Margeriten, Sonnenblumen oder Fingerhut. Sie sind für die Insekten daher eine gute Nahrungsquelle. Hummeln seien besonders versessen auf Disteln. dpa

© Mannheimer Morgen, Samstag, 19.01.2013
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