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Der Inbegriff von Gemütlichkeit

Von Simone Andrea Mayer

In den Schlafzimmern tut sich was. Während man andernorts schon längst auf mehreren gestapelten Matratzen schläft, kommt das sogenannte Boxspringbett hierzulande nun erst richtig auf den Markt.

Auf 20 Matratzen und 20 Daunendecken hat im Märchen die Prinzessin auf der Erbse geschlafen. Auch für Normalsterbliche sind Stapel von Matratzen der Inbegriff von Gemütlichkeit. Boxspringbetten mit zwei oder drei Auflagen gibt es beinahe in jedem US-amerikanischen Haushalt. Erst jetzt sind sie in Deutschland im Kommen - das aber gewaltig, wie sich auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne zeigte.

Kaum ein Hersteller warb nicht mit mehrlagigen Betten. Im Trendbericht zur IMM ist die Rede von Polsterbetten. Denn der allseits bekannte Name "Boxspring" geht auf eine US-Marke zurück. Andere sprechen bei den Modellen daher auch vom Kontinentalbett. Doch die meisten Anbieter gebrauchten die englische Bezeichnung.

Ein solches Bett besteht aus drei Elementen: Statt eines Lattenrosts und Bettgestells hat es eine matratzenähnliche Unterkonstruktion, so der Fachverband. Darauf liegt die eigentliche Matratze, in der Regel eine Federkernmatratze. Obenauf kann noch eine Auflage kommen ("Topper").

Neben dem Komfort durch mehrere Matratzenschichten ist die Höhe gerade für Ältere und Menschen mit Rückenschmerzen optimal, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbel-Industrie (VDM). "Die Einstiegshöhe liegt bei 60, 70 Zentimetern. Man kommt leichter ins Bett und wieder heraus." Zur IMM hat das Unternehmen Deltex zudem für einige Modelle eine elektrische Verstellfunktion präsentiert. Das System "Wolke 7" der ADA Möbelwerke lässt sich ebenfalls über einen Motor verstellen.

Auch die Optik ist für viele ein Kaufargument - ein großes Bett wird als gemütlich wahrgenommen. Durch seine Höhe brauche das Boxspringbett aber ein großes Kopfteil, sagt Claudia Wieland vom Fachverband Matratzen-Industrie. Es wirke daher häufig im Gesamtbild mächtiger. Die Hersteller bieten besondere, auffällige Rahmen dafür an.

Ein Kritikpunkt ist die erschwerte Austauschbarkeit der Matratzen, erläutert der Fachverband. Eine normale Matratze habe aus hygienischen Gründen nach sieben bis zehn Jahren ausgedient. Es müsste beim ausgesuchten Modell möglich sein, die obere Lage auszutauschen, ohne dass dadurch gleich das ganze Bettsystem gewechselt werden muss oder sich die Optik verändert.

"Mein Kritikpunkt ist der Luftaustausch in der Matratze", ergänzt Geismann. "Ich muss damit viel mehr lüften als bei einem normalen Bettgestell, sonst liege ich in meinem eigenen Saft." Wieland vom Matratzenverband hingegen erläutert, die Betten belüfteten sich sehr gut selbst. "Wie bei einer Pumpe geht beim Hinlegen und Aufstehen die verbrauchte Luft raus und neue wieder rein."

© Mannheimer Morgen, Samstag, 02.02.2013
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