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Der Nutzgarten im November:

Ein Hut fliegt durch die Kronen

Bevor der Winter kommt, pflanzen Gärtner jetzt beispielsweise Obstgehölze. Genauso wichtig sind aber Pflegemaßnahmen in den Beeten.

Von Ilse Jaehner

Porree und viele andere Gemüsesorten werden jetzt geerntet.

© dpa

Der November ist ideale Pflanzzeit für Obstgehölze aller Art mit Ausnahme von Pfirsich, Aprikosen, Wein, Mandel, Kiwi, die grundsätzlich im Frühjahr gepflanzt werden, damit sie es nicht gleich mit einem Winter zu tun kriegen. Je zeitiger man pflanzt, desto besser wurzeln die Gehölze ein und desto besser kommen sie durch den Winter. Gute Bodendecke nach der Pflanzung unterstützt sie dabei. Vor allem flachwurzelnde Beerenobstarten wie Him- und Brombeeren sind dafür dankbar.

Sind Pflanzarbeiten erledigt, kommen Pflegemaßnahmen dran. Gleich Anfang des Monats nimmt man sich das Erdbeerbeet vor, ent-ranke noch einmal, lockere behutsam die Erde zwischen den Pflanzen und streue reichlich Humus.

Nächster Programmpunkt ist der Schnitt von Beerensträuchern, sofern dies nicht schon im Sommer nach der Ernte erledigt wurde. Zum Schluss folgt Obstbaumschnitt. Was es auch sei - hauptsächlich geht es ums Auslichten zu dichter Büsche oder Kronen.

In jungen Jahren wird oft zu viel an den Gehölzen herumgeschnitten, in späteren Jahren unbedingt nötiges Auslichten unterlassen, so dass die Obstgehölze nicht mehr gut tragen und früh vergreisen. Obstbaumkronen sollen zum Beispiel so luftig sein, dass man einen Hut hindurchwerfen kann, ohne dass er hängenbleibt. Im Zusammenhang mit Schnittmaßnahmen achtet man auf Schädlinge, entfernt Fruchtmumien, überprüft die Baumgürtel zum Fang von Frostspannerweibchen und erneuert gegebenenfalls. Man entfernt trockene Äste oder Zweige. Die Ränder von Schnitt- und sonstigen Wunden werden geglättet, damit sie schnell verheilen. Wundverschlussmittel sind überflüssig. Gesunde, kräftige Gehölze helfen sich selbst.

Ernte im Gemüsegarten

Im Gemüsegarten wird jetzt auch das Wurzelgemüse geerntet, zuerst solche Arten, die nicht frosthart sind wie Möhren, Sellerie, Rote Bete, Rettiche, Speiserüben, Steckrüben. Die grob gesäuberten Wurzeln schlägt man in einem kühlen Keller und in Sand ein, in einer Erdgrube oder im Frühbeet. Kleinere Mengen, die das nicht lohnen, lässt man auf dem Beet, schützt sie dort mit Vlies, Laub oder dergleichen vor Frost und verbraucht sie möglichst bis Weihnachten, ehe stärkere Fröste beginnen. Ähnliches gilt für Porree, Rosenkohl, Grünkohl, Pastinaken.

Die Bodenbearbeitung beginnt, doch vorher ist die Bestimmung des Gehaltes von Kalk im Boden fällig, zusätzlich die von Phosphor und Kali, damit Düngung sinnvoll erfolgt und nicht über den Daumen gepeilt. Dafür müssen Bodenproben genommen und an ein Bodenuntersuchungsinstitut geschickt werden.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 27.10.2012
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