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Donnerstag, 24.04.2014

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Ideen gegen die Raumnot

Von Stephanie Hoenig

Jeder Zentimeter zählt: Das Einrichten einer Studentenbude ist in den meisten Fällen ein fast aussichtsloser Kampf gegen Raumnot und kleines Budget.

Schlafen, essen, arbeiten und relaxen: Studentenbuden sollen auf knappem Raum möglichst alle Wohnbedürfnisse erfüllen. Und die Einrichtung darf nicht teuer sein - eine echte Herausforderung.

Nach dem Hotel Mama soll es gleich die Traumwohnung sein: Doch für viele Studienanfänger reicht es angesichts eines knappen Budgets oft nur für ein Zimmer in einer WG, ein kleines Appartement oder ein Zimmer im Studentenwohnheim. Die Einrichtung darf natürlich auch nur wenig kosten. Aber die Geldnot kann erfinderisch machen: "Studenten brauchen nicht unbedingt neue Möbel", sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef bei Bonn. In Kellern und Speichern von Eltern, Freunden und Verwandten finden sich oft noch geeignete Möbel.

Deswegen muss die Studentenbude nicht gleich wie eine Rumpelkammer aussehen, um das zu vermeiden, sollten Studenten sich überlegen, was überhaupt notwendig ist. Denn in einer kleinen Bude zählt jeder Zentimeter. "Zu große oder zu viele Möbel wirken schnell ungemütlich, aber das gilt auch für schlecht genutzte Stauräume", erklärt Geismann.

Mietrecht für Studenten

Beim Abschluss von Mietverträgen ist eine Kaution von bis zu drei Monatsmieten üblich. "Der Vermieter muss diese zum üblichen Zinssatz verzinsen", erläutert Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbunds in Berlin. Nicht verzinst werden allerdings Kautionen in Studentenheimen.

Außerdem müssten Studenten beachten: Mieter von möblierten und unmöblierten Wohnung hätten grundsätzlich die gleichen Rechte und den gleichen Kündigungsschutz - mit einer Ausnahme. Handelt es sich um möblierte Räume in der Vermieterwohnung, könne der Vermieter ohne Angabe von Gründen bis zum 15. eines Monats zum Monatsende kündigen, sagt Ropertz.

Eine Bettcouch als Dauerschlafplatz ist nicht zu empfehlen. Denn Bettsofas sind immer nur ein Kompromiss zwischen optimalem Liege- und Sitzkomfort. "Um gut schlafen zu können, gehört ein richtiges Bett in jedes Studentenzimmer", empfiehlt Detlef Detjen von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) in Selsingen (Niedersachsen).

Er schlägt daher vor: Auf das Sofa verzichten. Freunde, die zu Besuch seien, könnten auch auf dem Bett sitzen. Als Rückenlehne eignen sich bezogene Schaumstoffkeile, die abends vor dem Schlafengehen vom Bett geräumt werden.

"Raumnot in kleinen Zimmern lässt sich mit einem Hochbett entschärfen", sagt Geismann. Die Möbelindustrie produziere solche Modelle aber eigentlich nur für Kinder und Jugendliche. Deshalb müssten Studenten ihr Hochbett in der Regel selbst bauen. Ganz wichtig sei auch hier eine gute Matratze, sagt Geismann.

Der Platz unter dem Bett biete sich als Sitzplatz an. "Einen Schreibtisch unter ein Hochbett zu stellen, ist dagegen nicht ideal", sagt Detjen. Es falle nur wenig Licht in die Raumnische, und der Raum unter der niedrigen Decke vermittele ein Gefühl der Enge.

Aber auf den Arbeitsplatz kann nicht verzichtet werden: "Unbedingt erforderlich ist Platz für schriftliches Arbeiten und den Computer", sagt Geismann. In kleinen Wohnungen und Appartements müsse ein Kompromiss gefunden werden - hier könne ein Tisch gleichzeitig als Esstisch und Schreibtisch dienen. Bücher und Aktenordner werden in Regale verstaut, Schreibutensilien und Bürokram kommen in einen mobilen Container mit Schubladen. In weitere Kommoden und Schränke im Raum kommen Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und sonstige Dinge.

In Wohngemeinschaften und Wohnungen für Studenten wird die Küche oft von den Vormietern übernommen, möglichst billig über Kleinanzeigen gekauft oder aus Funden vom Sperrmüll zusammengestückelt.

"Dies ist prinzipiell kein Problem", sagt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ in Berlin. "Beim Kauf oder Übernahme gebrauchter Geräte sollte man allerdings auf deren Energieverbrauch achten." Besonders alte Kühlschränke seien Stromfresser und belasten die Haushaltskasse. Wer es sich daher leisten könne, sollte den Kauf eines effizienteren, neuen Gerätes erwägen.

"Optisch vergrößern lassen sich kleine Räume, wenn Wände und Decken hell gestrichen werden", sagt Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institutes in Schwalbach (Taunus). Ein Anstrich in Weiß oder einem hellen Farbton wie Gelb und Beige erwecke optisch den Eindruck von Weite. Auf keinen Fall dürfe die Decke dunkel sein - und natürlich sollten auch die Möbel möglichst helle Farben haben.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 06.10.2012
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