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Der Ziergarten im September

Jetzt schon an das nächste Jahr denken

Von Ilse Jaehner

Es ist noch Sommer und doch schon Herbst – Zeit, sich an das Pflanzen von winterharten frühjahrs- sowie sommerblühenden Zwiebel- und Knollengewächsen zu machen.

Zwiebelblumen wie der Krokus werden jetzt gepflanzt.

© dpa

Im September ist es noch Sommer, gleichzeitig manchmal schon Herbst. Das bringt einen mitunter ziemlich durcheinander. Andererseits erinnert es Gärtner daran, dass sie auf der Jahresscheide zwischen Sommer und Herbst schon an das nächste Jahr denken müssen.

Die Pflanzzeit von winterharten frühjahrs- und sommerblühenden Zwiebel- und Knollengewächsen beginnt. Besonders jene Zwiebeln, die keine schützenden Trockenhäute haben, wie Schneeglöckchen, müssen früh gepflanzt werden. Andere profitieren auch davon, weil sie dann reichlich Zeit haben, sich auf das neue Wachsen einzustellen. Auf jeden Fall muss man jetzt auswählen und kaufen, damit im Oktober reibungslos gepflanzt werden kann. Zwiebeln abseits vom gängigen Angebot erhält man bei Blumenzwiebelspezialisten.

Die Pflanzung frühjahrsblühender Blumenzwiebeln erfolgt sinnvollerweise mit der von frühjahrsblühenden Zweijahrsblumen wie Tausendschön, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Goldlack. Zierlauche und Lilien pflanzt man in Gesellschaft von allerlei Polsterstauden, niedrigen, staudigen Ziergräsern, die diesen Zwiebelpflanzen nicht die Schau stehlen oder sie gar ganz verdecken. Die meisten Zwiebel- und Knollenpflanzen fordern Sonne, lockeren, humosen, durchlässigen Boden, Lilien ausdrücklich beschatteten Fuß.

Der September eignet sich hervorragend zur Pflanzung immergrüner Laub- und Nadelgehölze, weil sie zu dieser Zeit weitgehend mit dem Trieb abgeschlossen haben und bei so früher Pflanzung ausreichend Zeit haben, mit den Wurzeln Bodenanschluss zu schaffen. Das hilft ihnen, gut durch den ersten Winter zu kommen. Sollte es im Altweibersommer wochenlang recht trocken sein, schiebt man die Pflanzung auf, bis bessere Witterungsbedingungen herrschen. Regnet es erst nach der Pflanzung nicht genug, ist eine Bodendecke auf der Wurzelscheibe besonders wichtig und dass die der Sonne zugewandte Seite schattiert sowie öfter überbraust wird.

Die Gelegenheit zur Pflanzung von Stauden ist ebenfalls günstig, gleich, ob es sich um einzelne Exemplare handelt, oder Staudenrabatte im Steingarten gründlich überholt werden sollen, vielleicht sogar ganz neu anzulegen sind. Rasengräser keimen und wachsen nach Einsaat im frühen Herbst zügig, so dass man sich schon im nächsten Frühjahr über eine gleichmäßig grüne Fläche freuen kann.

Bei all dem dürfen die üblichen Pflegearbeiten nicht zu kurz kommen. Man entfernt Verblühtes, lockert die Erde zwischen Rosen und Stauden, gießt bei Bedarf.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 01.09.2012
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