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Raus aus dem Beet!

Von VON Aliki Nassoufis

Hunde buddeln unter der Rosenhecke, Katzen machen das Kräuterbeet gerne zum Klo. Mit konsequenter Erziehung können Besitzer ihrem Vierbeiner aber beibringen, welche Zonen im Garten tabu sind.

Es könnte perfekt zusammenpassen: ein Haus mit Garten und ein Haustier wie Hund oder Katze. Während die Tiere den Garten als Auslauf oder für Erkundungstouren nutzen, haben Halter sie dabei auch noch im Blick. Dabei sollten sie aber sichergehen, dass sich die Vierbeiner auf dem Grundstück nicht verletzen.

"Solange der Garten nicht überwiegend aus Rosen besteht, sind Stacheln kein Problem", erklärt Marius Tünte vom Tierschutzbund in Bonn. "Man sollte jedoch keine abgeschnittenen Astreste herumliegen lassen, da diese im Fell hängenbleiben oder in die Pfotenballen eingetreten werden können." Und für Hunde gelte: Der Garten sollte gut eingezäunt sein, damit sie nicht entwischen können.

Während sich Freigängerkatzen ihr Revier vom Haus entfernt suchen, lassen Hundebesitzer ihre Tiere gerne bewusst in den Garten. "Besonders praktisch ist das natürlich, wenn man den Hund zum Gassigehen in den Garten schicken kann", sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen in Dortmund. Das habe Vorteile, zum Beispiel, wenn Herrchen oder Frauchen am Wochenende länger im Bett bleiben wollen. "Allerdings kann der Garten für einen Hund nie der Ersatz für ausgiebige Spaziergänge sein." Die Tiere bräuchten mehr Auslauf und Abwechslung.

Den Garten zum Hundeklo umzufunktionieren, hat zudem Risiken: "Man sollte den Kot regelmäßig beseitigen, nicht nur aus ästhetischen Gründen", sagt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte aus Frankfurt. Denn wenn ein Hund Würmer habe, könnte er sich über den infizierten Kot immer wieder damit anstecken. "Auch Menschen, besonders Kinder, können sich an den im Hundekot enthaltenen Spulwürmern anstecken." Dasselbe gilt für den Kot von Katzen.

Vorsichtig sollten Gartenbesitzer mit Pflanzen und Düngemitteln sein, die für Tiere gefährlich sein können. Dazu gehörten zum Beispiel die Nadeln und Samen der Eiben, Adonisröschen und Alpenveilchen, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt. In allen Fällen sollten Halter bei einer Vergiftung sofort einen Notarzt aufsuchen. "Es kommt selten vor, dass Freigängerkatzen die für sie giftigen Pflanzen annagen", bestätigt Astrid Behr. "Für Hunde ist es normal, dass sie pflanzliche Nahrung aufnehmen", sagt Kopernik.

Wer einen Hund hat, muss sich möglicherweise mit dem Buddeltrieb seines Tieres auseinandersetzen. "Das Buddeln ist für Hunde kein Spiel, sondern hat einen Grund", sagt Kopernik. Teilweise vergraben sie Futter oder Knochen als Reserve, teilweise buddeln sie sich eine kühle Höhle für heiße Sommertage. Wer das nicht will, hat nur eine Möglichkeit: "Man muss das Verhalten sofort unterbinden und dem Hund am Buddeln hindern."

Besitzer können Hunden beibringen, dass Teile des Gartens für sie tabu sind. "Mit einer konsequenten Erziehung lernen sie zum Beispiel, wo sie ihr Geschäft machen dürfen und wo nicht", sagt Kopernik. Das gelte auch für junge Tiere. Außerdem könnten Hunde lernen, auf welche Beete sie nicht dürfen.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 12.05.2012
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