In der ersten Monatshälfte ist noch Zeit zur Pflanzung von immergrünen Laub- und Nadelgehölzen. Sie sollten möglichst nicht später gesetzt werden, weil ihre Wurzeln genügend Zeit brauchen, sich mit dem Boden zu verbinden, damit sie im Winter einwandfrei funktionieren und genügend Wasser aufnehmen.
Diese Gehölze verdunsten wegen ihrer immergrünen Nadeln oder Blätter auch im Winter ziemlich viel Wasser. Sie vertrocknen, falls es mit dem Nachschub hapert. Die Gefahr vergrößert sich, falls in strengen Wintern das im Boden vorhandene Wasser gefriert und deswegen nicht verfügbar ist. Es sei in diesem Zusammenhang an den für Pflanzen extrem ungünstigen Witterungsverlauf im Winter 2011/2012 erinnert mit mildem Dezember/Januar und strengem Kahlfrost im Februar.
Eine organische Mulchdecke mildert Kahlforst ab. Die Pflanzung von laubabwerfenden Gehölzen hat Zeit bis nach Laubfall im November, die Pflanzzeit für Rosen beginnt Ende Oktober. Mildes, trockenes Wetter eignet sich hervorragend zur Pflanzung von winterharten, frühjahrs- und sommerblühenden Zwiebeln und Knollen. Sie erfolgt möglichst zeitig im Monat, damit sich die Pflanzen vor Winterbeginn gut entwickeln.
Viel Zeit bleibt nicht mehr
Eine spätere Pflanzung ist natürlich kein Drama, doch eine frühere grundsätzlich besser. Wer noch die Pflanzung von Stauden und Zweijahresblumen plant, sollte sich allerdings beeilen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Schließlich können einige harte Sommerblumenarten an Ort und Stelle gesät werden.
Ferner nutzt man eine günstige Oktoberwitterung, um auf Staudenbeeten und -rabatten, im Steingarten und Vorgarten nach dem Rechten zu sehen. Vergilbende Staudentriebe sind abzuschneiden, zwischen den Stauden eventuell Unkraut zu entfernen, die Erde vorsichtig zu lockern und mit Humus aufzufrischen. Dazu eignen sich gehäckselte Gartenabfälle, die jetzt reichlich anfallen, gestreckt mit Falllaub, halbreifem Kompost oder Ähnlichem.
Bereits verblühte Sommerblumen werden abgeräumt, Dahlien- und Gladiolenknollen sowie sonstige nicht winterharte Zwiebeln und Knollen aus der Erde geholt und sachgemäß gelagert. Rasenflächen, Wege und Plätze sind mehrmals von Falllaub zu befreien.
Man schüttet es im Bereich von immergrünen Gehölzen als Humusspender aus oder kompostiert mit anderen Garten- und Hausabfällen. Über einen Gartenteich in Gehölznähe breitet man ein engmaschiges Netz, damit möglichst wenig Blätter ins Wasser fallen und es aus dem Gleichgewicht bringen, weil zu viel Pflanzliches darin verwest.