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Gesundheit: Weil gesetzliche Leistungen nicht ausreichen, gibt es Zusatzversicherungen / Für wen eignet sich welches Modell?

Abgesichert in der Pflege

Professionelle Pflege kann über die Jahre zehntausende Euro kosten.

© dpa

Pflege im Alter ist oft kostspielig. Laut einer Studie der Barmer GEK sind dafür in Deutschland durchschnittlich rund 70 000 Euro zu zahlen - von Beginn der Pflegebedürftigkeit bis zum Tod. Davon kommen mehr als 37 000 Euro aus eigener Tasche der Pflegebedürftigen. Die Pflegeversicherung übernimmt nur weniger als die Hälfte der gesamten Kosten, heißt es in der Untersuchung. Nach Angaben der Barmer ist die Zahl der Pflegebedürftigen hierzulande zuletzt wieder stark gewachsen.

Gegen das finanzielle Risiko einer Pflegebedürftigkeit kann eine Zusatzversicherung helfen. Diese wird ab sofort staatlich bezuschusst. Zahlt ein Versicherter dafür mindestens zehn Euro monatlich, bekommt er fünf Euro vom Staat. Jeder Versicherte erhält also jährlich 60 Euro, wenn er privat vorsorgt. Derzeit gibt es vier unterschiedliche Modelle, zwischen denen der Versicherte wählen kann, erklärt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BDV) in Hamburg. Doch nicht jede Zusatzversicherung ist empfehlenswert. Folgend ein Überblick zu den wichtigsten Modellen.

Pflegetagegeld: Hier bekommt der Versicherte für jeden Tag einen vereinbarten Betrag ausgezahlt. Die Höhe richtet sich nach der Pflegestufe. Der volle Tagessatz wird hier häufig erst ab Pflegestufe III fällig. "Versicherte können selbst bestimmen, für was sie das Geld ausgeben", sagt Rudnik. Das heißt, sie entscheiden, ob sie das Geld in professionelle Pflege investieren oder Angehörigen Geld geben, die sich um sie kümmern.

Pflegekostenversicherung: Die Pflegekostenversicherung orientiert sich laut BDV an der Praxis der Krankenversicherer. Sie erstattet die tatsächlich entstandenen Kosten bis zu einem vereinbarten Höchstbetrag oder bis zu einem festgelegten Prozentsatz. Die Kosten müssten allerdings durch Rechnungen nachgewiesen werden, sagt Rudnik. Das könne unter Umständen einen großen Aufwand bedeuten. Ein weiterer Nachteil: Die Pflege durch Familie und Freunde wird finanziell nur selten unterstützt.

Pflegerentenversicherung: "Bei der Rentenversicherung schließt der Versicherte gleichzeitig noch einen Sparvertrag ab", erklärt Rudnik. Es gibt drei Leistungsmöglichkeiten: Todesfallleistung, Rente bei Pflegebedürftigkeit, Altersrente ab dem 80. oder 85. Lebensjahr. Die Beiträge hierfür sind aus Sicht des Bundes der Versicherten aber zu hoch. Sinnvoller sei es, nur das Pflegerisiko abzudecken und das restliche Geld selbst anzulegen.

Pflegerenten-Risikoversicherung: Hier bekommt der Versicherte eine frei verfügbare Monatsrente ausgezahlt. Nachteilig wirkt sich bei ihr aus, dass die Höhe der Rente nach der Pflegestufe variiert. "Erst bei Pflegestufe III wird der volle Betrag ausgezahlt", erklärt Rudnik. "Bei Pflegestufe I sind es dagegen meist maximal 50 Prozent, und bei Stufe II variiert die Auszahlung häufig zwischen 50 und 75 Prozent." Nur sehr wenige Versicherer erbringen in allen drei Pflegestufen die volle Leistung. dpa

© Mannheimer Morgen, Samstag, 05.01.2013
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