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Ratgeber: Was passiert mit Rente, Krankenversicherung und Steuern? / Laufende Kosten nicht unbedingt niedriger

Ruhestand im Ausland

Sonne tanken ohne Sorgen: Wer Deutschland verlässt, sollte vorher unter anderem das Gespräch mit seiner Krankenkasse suchen.

© dpa

Der Winter mit seinem trüben Wetter macht selbst harte Naturen mürbe. So mancher Rentner denkt vielleicht derzeit daran, in den wärmeren Süden überzusiedeln. Aber wie sieht es dann mit Krankenversicherung, Rente und Finanzamt aus?

Rente: Zieht ein deutscher Rentner ins EU-Ausland, so kann er seine Rente mitnehmen. Die Deutsche Rentenversicherung (früher BfA und LVA) überweist auf Antrag hin das Geld auf ein Konto im neuen Wohnsitzland, ohne dass dafür Gebühren anfallen. Handelt es sich um ein EU-Land, das nicht den Euro hat (etwa Großbritannien), oder ein Nicht-EU-Land, müssen Umrechnungskosten beim dortigen Institut einkalkuliert werden.

Ein deutsches Konto und ein Erst- oder Zweitwohnsitz in Deutschland sind also nicht notwendig. Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland in Düsseldorf weist aber auf Sonderfälle hin: "Wurden bei der Rentenberechnung Beiträge aufgrund besonderer Bestimmungen anerkannt, etwa Beitragszeiten nach dem Fremdrentengesetz, kann dies zu einer verminderten Rentenzahlung führen, wenn der Empfänger ins Ausland umsiedelt."

Krankenschutz: Wer seinen Wohnsitz in das EU-Ausland verlegt, kann Mitglied seiner gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland bleiben - die Ansprüche auf medizinische Leistungen richten sich aber nach dem Sozialrecht im Gastland. Das kann dazu führen, dass zum Beispiel höhere Zuzahlungen als in Deutschland geleistet werden müssen oder Leistungen ausgeschlossen sind, etwa Zahnersatz.

Außerhalb der EU besteht nur dann Versicherungsschutz, wenn ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen wurde, ansonsten muss sich der Rentner um eine (private) Krankenversicherung vor Ort bemühen. Wer bereits privat krankenversichert ist und in ein EU-Land zieht, behält seinen Versicherungsschutz. Geht es weiter weg, etwa in die USA, hängt es von der Versicherungsgesellschaft ab, ob und zu welchen Konditionen der Vertrag fortgeführt werden kann.

Mit der gesetzlichen Pflegeversicherung ist es ähnlich wie mit der gesetzlichen Krankenversicherung: In Ländern der Europäischen Union können Leistungsansprüche mitgenommen werden, in Nicht-EU-Ländern hingegen nur, wenn mit Deutschland ein Sozialversicher-ungsabkommen besteht.

Steuern: Wer länger als ein halbes Jahr seinen "gewöhnlichen" Aufenthalt im Ausland hat, unterliegt grundsätzlich der dortigen Steuer, und zwar mit dem gesamten Einkommen. Wer noch in Deutschland Einkünfte erzielt, muss diese je nach den Vorschriften des anzuwendenden Doppelbesteuerungsabkommens entweder in Deutschland, im Gastland oder aber in beiden Ländern anteilig versteuern. Selbst wenn kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, ist es zumeist möglich, die in Deutschland gezahlten Steuern mit der Steuerschuld im Gastland zu verrechnen.

Generell sollten Auswanderer bedenken: Als Bürger der Europäischen Union können sie zwar ihren Wohnsitz innerhalb von EU-Ländern frei wählen. Allerdings ist es ein Irrtum, dass das Leben etwa in Spanien oder Italien immer günstiger wird. Gerade beliebte Urlaubsziele haben bei den Lebenshaltungskosten deutsche Großstädte teilweise überholt. Ftx

© Mannheimer Morgen, Samstag, 12.01.2013
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