DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Freitag, 31.10.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Arbeitsunfall: Beweispflicht der Berufsgenossenschaft

Verletzung wegen Alkoholfahrt?

Entscheidend: Wann hat das Unfallopfer zu tief ins Glas geschaut?

© dpa

Unfälle auf dem Weg zur und von der Arbeit sind grundsätzlich unfallversichert. Verweigert die Berufsgenossenschaft die Zahlung mit dem Argument, zu dem Unfall sei es alkoholbedingt gekommen, muss sie das beweisen. Ist die alkoholbedingte Verkehrsuntüchtigkeit nicht unstrittig oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachweisbar, muss der Unfallversicherungsträger zahlen.

Frage des Versicherungsschutzes

Der Fall: Ein Autofahrer war auf dem Heimweg von der Arbeit mit seinem Wagen von der Straße abgekommen. Mehr als fünf Stunden später suchte er ein Krankenhaus auf, wo ein Bruch der Halswirbelsäule festgestellt wurde - aber auch eine Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille. Die zuständige Berufsgenossenschaft wertete das nicht als Arbeitsunfall mit dem Argument, der Unfall sei wesentlich durch alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit verursacht.

Das Urteil. Das Gericht entschied im Sinne des Unfallopfers: Seine Angabe, er habe nach dem Unfall Schnaps getrunken, schließe eine Rückrechnung der Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille auf den Unfallzeitpunkt aus. Wie viel Alkohol der Mann vor und nach dem Unfall getrunken habe, sei trotz umfangreicher Beweisaufnahme nicht aufzuklären.

Die Aussagen der Arbeitskollegen hätten keinen entsprechenden Nachweis erbracht. Allein bewiesen sei der Unfall auf dem versicherten Nachhauseweg. Für den Einwand, der Unfall sei entscheidend auf die Alkoholisierung des Fahrers zurückzuführen, habe die Berufsgenossenschaft keinen Beweis erbracht. Sie müsse deshalb den Arbeitsunfall anerkennen. dpa

© Mannheimer Morgen, Samstag, 09.02.2013
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 

Artikel

Nori, Wakamé und Co.

In Asien stehen Algen fast täglich auf dem Speiseplan, in Europa landen sie nur äußerst selten auf dem Teller. Dabei ist das Gemüse aus dem Meer so gesund wie vielseitig – und leicht zuzubereiten. [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR