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Geldanlage: Worauf es bei Tagesgeldkonten ankommt

Gute Zinsen für das Geld

Mancher Kunde hält seiner Bank jahrzehntelang die Treue. Manchmal lohnt es sich allerdings, auf die Angebote der Konkurrenz zu schauen. Das gilt auch beim Tagesgeld. Allerdings zählt dabei nicht nur die Höhe der Zinsen, Kunden gucken besser auch aufs Kleingedruckte.

Festgeld bietet im Vergleich zu Tagesgeld oft höhere Zinsen. Die Laufzeiten von mehreren Monaten bis hin zu einigen Jahren schrecken manchen Sparer jedoch ab.

Festgeld bietet im Vergleich zu Tagesgeld oft höhere Zinsen. Die Laufzeiten von mehreren Monaten bis hin zu einigen Jahren schrecken manchen Sparer jedoch ab.

© dpa

Düsseldorf (dpa/tmn) - Verbraucher sind häufig bequem. "Viele wollen ihre gesamten Geldgeschäfte bei einer einzigen Bank erledigen", sagte Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen dem dpa-Themendienst. Doch wer neben dem Girokonto auch noch ein Sparbuch bei der Hausbank hat, verschenkt möglicherweise Geld. Der Grund: "Viele Banken locken neue Kunden mit attraktiven Sparzinsen auf Tagesgeldkonten." Allerdings sollte man dabei auf die Bedingungen achten.

Tagesgeldkonten haben einen großen Vorteil: "Ich bleibe flexibel und kann jederzeit über das eingezahlte Geld verfügen", erklärt Scherfling. Das Guthaben sei außerdem sicher. "100 000 Euro pro Person je Bank sind über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt", erläutert der Finanzexperte. "Das reicht für die Mehrheit der Anleger aus."

Bei der Suche nach einem geeigneten Tagesgeldkonto sollten Anleger zuerst die Höhe der Zinsen in den Blick nehmen. "Idealerweise sind die Zinsen höher als die Inflationsrate", empfiehlt Scherfling. "Das gelingt allerdings nicht immer." Der Grund: Die Inflationsrate schwankt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden lag die Teuerungsrate in Deutschland im März bei 2,1 Prozent. Im Februar hatte die Preissteigerung noch 2,3 Prozent betragen.

Doch nicht nur die Höhe der Zinsen ist entscheidend. "Viele Angebote sind mit Sternchen versehen", erklärt Scherfling. Das heißt: Banken knüpfen die Eröffnung eines attraktiv verzinsten Tagesgeldkontos oft an Bedingungen. "So sind die hohen Zinsen manchmal nur für einen bestimmten Zeitraum garantiert, oder es wird eine Mindestanlagesumme verlangt." Daher sollten die Konditionen in jedem Fall vor dem Abschluss geprüft werden.

Die Kontoeröffnung ist in der Regel einfach. Bei einer Filialbank werden die notwendigen Formulare gemeinsam mit dem Berater ausgefüllt. Für die Eröffnung eines Depots bei einer Direktbank sind mehrere Schritte notwendig: Das Formular für die Depoteröffnung laden Sparer aus dem Internet herunter und nehmen es ausgedruckt mit zum Postamt. Zur Identifizierung legen sie dort am Schalter den Personalausweis oder Reisepass vor. Die Depotunterlagen sowie ihre Online-Zugangsdaten erhalten Kunden dann per Post.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 03.04.2012
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