Neckar-Odenwald-Kreis.
Der demografische Wandel macht auch vor den Firmen nicht Halt: Die Belegschaften der Unternehmen werden im Durchschnitt immer älter. Aufschluss darüber gibt beispielsweise die Beschäftigtenstatistik des Statistischen Landesamtes (ohne erwerbstätige Beamte oder Selbstständige).
Demnach waren die meisten Arbeitnehmer im Neckar-Odenwald-Kreis zum Stichtag 30. Juni 2011 zwischen vierzig und fünfzig Jahre alt. Insgesamt zahlten hier 41 447 beschäftigte Männer und Frauen in die Kassen der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung ein.
Die Altersstruktur der Beschäftigten spiegelt die alternde Gesellschaft wider: Die jüngeren Jahrgänge schrumpfen seit einigen Jahren, die älteren - einst geburtenstarke - Jahrgänge sind entsprechend stärker vertreten. Vor allem die Gruppe der einstigen Baby-Boomer, also die heute 40- bis 50-Jährigen, spielen in der künftigen Personalentwicklung eine bedeutsame Rolle.
Zum Stichtag 2011 hatten so in sämtlichen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs die meisten Arbeitnehmer ihren 40. Geburtstag bereits hinter sich und den 50. noch vor sich. Fast jeder dritte Beschäftigte im Land ist mittlerweile in den Vierzigern. Hier im Neckar-Odenwald-Kreis waren zum Stichtag insgesamt 12 129 aller Beschäftigten 40 bis 50 Jahre alt, also rund 29,3 Prozent.
Unter den jüngeren Jahrgängen machten die 20- bis 30-Jährigen im Neckar-Odenwald-Kreis insgesamt 7781 Beschäftigte aus (18,8 Prozent). Die 30- bis 40-Jährigen hatten mit 7507 Beschäftigten einen Anteil von 18,1 Prozent. Nur 3,2 Prozent waren jünger als zwanzig.
Immer mehr über 60-Jährige
Blickt man auf die über Fünfzigjährigen, zählten hier zum Stichtag 10 495 Männer und Frauen in die zusammengefasste Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen (25,3 Prozent). Weitere 2204 Beschäftigte (rund 5,3 Prozent) hatten bereits ihren sechzigsten Geburtstag überschritten.
Die landesweite Altersstruktur der rund 3,98 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (ohne erwerbstätige Beamte oder Selbstständige) fällt mittlerweile folgendermaßen aus: Nach den Baby-Boomern, also den 40- bis 50-Jährigen, folgen bereits die 50- bis 60-Jährigen als zweitstärkste Altersgruppe; rund 22 Prozent (also mehr als jeder fünfte Beschäftigte) ist bereits in diesem Alter. Dicht dahinter folgen an dritter Stelle die 30- bis 40-Jährigen; sie haben einen Anteil von rund 21 Prozent an den Beschäftigten. Die 20- bis 30-Jährigen machen knapp 20 Prozent aus. Die über 60-Jährigen kommen auf einen Anteil von rund fünf Prozent, die unter 20-Jährigen nur auf rund zwei Prozent.
Deutliche Veränderungen
Geht man ein Jahrzehnt zurück, wird die stetige Überalterung deutlich: Zwar stellten im Juni 2001 logischerweise noch die 30- bis 40-Jährigen die stärkste Beschäftigtengruppe in Baden-Württemberg mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent. Danach kamen als zweitstärkste Gruppe die 40- bis 50-Jährigen (26 Prozent), dann bereits die 20- bis 30-Jährigen (20 Prozent), gefolgt von den 50- bis 60-Jährigen (17 Prozent). Immerhin knapp vier Prozent der Beschäftigten waren damals jünger als zwanzig, während nur rund drei Prozent älter als sechzig waren. sus