DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Montag, 20.10.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Ökumenischer Pfarrkonvent: „Kirche und Tourismus im Lieblichen Taubertal“ als Hauptthema / Eine von drei Projektstellen im Land

Bedürfnisse der Besucher beachten

Das Thema "Kirche und Touristik" wurde im Rahmen eines ökumenischen Pfarrkonvents lebhaft diskutiert. Das Liebliche Taubertal ist eine von drei Projektstellen zum diesem Thema in Baden-Württemberg.

© dpa

Tauberbischofsheim. Rund 40 Evangelische und Katholische Pfarrer sowie weitere kirchliche Mitarbeiter diskutierten lebhaft im Evagelischen Gemeindehaus in Tauberbischofsheim über das Thema "Kirche und Touristik" im Lieblichen Taubertal.

Insgesamt hat die Evangelische Landeskirche in Baden drei Projektstellen eingerichtet, in denen Pfarrer und Gemeindediakone kirchliche Angebote für Touristen weiter entwickeln. Neben der Bodenseeregion und dem Schwarzwald ist auch das Liebliche Taubertal ausgesucht worden.

Hier arbeitet die evangelische Pfarrerin Heike Kuhn als Projektleiterin "Kirche und Tourismus im Lieblichen Taubertal" zusammen mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie den Tourismusverbänden an Angeboten für Touristen. Heike Kuhn lobte ausdrücklich die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband "Liebliches Taubertal". Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt soll in allen drei Regionen der Landeskirche bleibende Strukturen schaffen.

Der Nachmittag startete mit einem Impulsreferat von Oberkirchenrat Dr. Matthias Kreplin, Leiter des Ressorts Verkündigung im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe. Er machte deutlich, dass die Kirche mit Angeboten für Touristen Menschen erreicht, die sonst oft keine kirchlichen Angebote wahrnehmen. "Viele Touristen sind auf religiöse Fragen im Urlaub stärker ansprechbar als zu Hause. Im Urlaub haben Menschen mehr Zeit und eine erhöhte Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Und Kirchen sind häufig auch touristisch interessante Stätten."

Anschließend stellte Kreplin dar, was bei kirchlichen Angeboten für Touristen zu beachten ist. Die kirchlichen Angebote sollten an den Bedürfnissen der Touristen orientiert sein, denn die Touristen wollen primär die Gegend und deren Geschichte kennenlernen, Gemeinschaft erleben, berührt oder unterhalten werden. Ebenso sollen kirchliche Angebote ohne hohen Aufwand gefunden werden und dabei spielt auch eine gute Werbung eine wichtige Rolle.

Schließlich ist es Kreplin wichtig, dass Angebote für Touristen ein religiöses Profil haben. "Sie dürfen nicht rein historisch oder ästhetisch ausgerichtet sein, sondern müssen ein Stück Evangelium aufleuchten lassen. Also nicht einfach eine historische Kirchenführung anbieten, sondern eine Kirchenführung mit spirituellen Impulsen."

Beim Thema Kirche und Tourismus wird auch immer wieder die Frage gestellt, was denn die Kirchengemeinden von diesen zusätzlichen Angeboten haben. Hierzu bezieht Kreplin klar Stellung: "Unsere missionarischen Impulse dürfen nicht davon motiviert sein, dass wir selbst etwas davon haben, sondern es muss uns um die Menschen um ihrer selbst willen gehen." Trotzdem werden die beteiligten Kirchengemeinden laut Kreplin ebenfalls von den Angeboten profitieren. "Sie werden lebendiger, wo sie sich in einem Dienst für andere engagieren. Für die Arbeit mit Touristen können manchmal auch noch ganz neue Mitarbeiter gewonnen werden, die für andere Angebotsfelder einer Gemeinde nicht ansprechbar sind."

Heike Kuhn berichtete dann von konkreten Schritten in der hiesigen Region. Hier sollen die Kirchen am beliebten Radweg "Der Klassiker" von Freudenberg nach Rothenburg als Radwegkirchen deklariert werden. Die am "Klassiker" befindlichen Kirchen sollen den Radfahrern offen stehen und die Möglichkeit des körperlichen und auch des geistlichen Auftankens ermöglichen. Neben Getränken und Obst sollen auch meditative Texte bereitliegen und vielleicht findet man auch einen Mitarbeiter aus der Kirchengemeinde für ein Gespräch. Ganz praktische Dinge wie Flickzeug und eine Handyaufladestation sind auch vorgesehen.

Mit all diesen Komponenten kann "der Klassiker" vielleicht schon im Jahre 2014 zum Pilgerradweg werden so Kuhn. Als weiterer Schritt wird ein Flyer mit dem Titel "Kirche am Weg" zusammen mit dem Tourismusverband "Liebliches Taubertal" in Kürze veröffentlicht. Insgesamt 15 evangelische und katholische Kirchengemeinden haben bereits ihr Interesse als Radwegkirche signalisiert. Es soll auch ein regionaler Arbeitskreis aus Vertretern der Evangelischen und Katholischen Kirche sowie den Tourismusverbänden gegründet werden, der die Arbeit begleitet. Die Tourismusverbände sind beim Thema "Kirche und Tourismus im Lieblichen Taubertal" laut Kuhn sehr offen und kooperationsbereit.

Neben den beiden Impulsen von Kreplin und Kuhn gab es noch ausreichend Gelegenheit an den Tischen, über eigene Erfahrungen von Kirche und Tourismus ins Gespräch zu kommen. Es wurden auch unter den Vertretern der Gemeinden Kontakte geknüpft und weitere Ideen gesponnen, wie sich Kirche als gute Gastgeberin für Touristen zeigen kann. Auf die Ergebnisse darf man hoffnungsvoll gespannt sein. sb

Freitag, 15.02.2013
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Projekte beim Freiwilligentag 2014

Hier finden Sie eine Liste mit allen Projekten beim Freiwilligentag "Wir schaffen was" 2014. 

Das Wetter in der Metropolregion

Mannheim - Prognose für 15 Uhr

15°

Das Wetter am 20.10.2014 in Mannheim: Regen
MIN. 12°
MAX. 18°
 
 
 

Landgericht

Staatsanwalt fordert vier Jahre

Wegen versuchten Totschlags steht Rafal B. seit 6. Oktober vor Gericht. Heute Vormittag wurde plädiert, heute Nachmittag wird das Urteil verkündet. [mehr]

AZ Vogelpark

Julian sagt „Tschüss“ zu den Hasen

Lampertheim. "Saisonabschluss, Winterpause" - die Wörter, die Gerlinde Hartl am Sonntag ausspricht, klingen ein wenig grotesk. Schließlich ist es ein wunderschöner Spätsommertag und damit bestes Ausflugswetter. Auch wenn man es nicht wahrhaben möchte, ein Blick in den Kalender verrät es: Der Herbst… [mehr]

BA

Einhausen

Grünes Licht für Deichsanierung an der Weschnitz

Die Gemeindevertretung hat einstimmig grünes Licht für die Sanierung des Weschnitzdeichs zwischen Biblis und Einhausen gegeben. Für ein negatives Votum wäre es auch zu spät gewesen. [mehr]

SZ

Hockenheimring

Halali ganz im Zeichen der vier Ringe

Die DTM brannte zum Abschluss der Saison noch einmal ein Feuerwerk ab - auf und neben der Strecke. Bei herrlichen äußeren Bedingungen zog das letzte große Rennen in diesem Jahr auf dem Hockenheimring zahlreiche Fans an - mehr als beim Saisonauftakt im Frühjahr. Zu den Gästen zählten unter anderem… [mehr]

FN

Nightgroove in der Wallfahrtsstadt

Weit über 2000 Besucher groovten in Walldürn

Walldürn. "Eine Stadt, eine Nacht und überall Livemusik", das versprach das erste Musik- und Kneipenfestival, das am Samstagabend unter dem Begriff "Nightgroove" in der gesamten Innenstadt über die Bühne ging. Präsentiert wurde die Veranstaltung von den Fränkischen Nachrichten und dem Radiosender… [mehr]

Beilage "Klasse 5"

Wohin nach der Grundschule?

Die weiterführenden Schulen im Steckbrief. Eine Beilage zur Ausgabe Ihrer Zeitung vom 7. Februar 2014.

Wissenstests

Gesucht: Kenner der Region!

Ob Nachrichten aus Rhein-Neckar oder die regionale Weinszene - wie gut wissen sie Bescheid? Wöchentlich erwarten sie neue herausfordernde Wissenstests. Zeigen Sie, dass Sie ein Kenner der Region sind!

Spezial

Bauprojekte in der Mannheimer City

Q6/Q7, Prinz-Haus, Bankpalais, Plankenumbau: Die Mannheimer City befindet sich im Umbruch. Wir fassen die Berichterstattung zu den Projekten in einem eigenen Portal zusammen. [mehr]

Hier geht's zum Spezial!

Kontakt

Möchten Sie sich an die Redaktion wenden?

Sie wollen Kritik oder Lob loswerden? Sie haben interessante Themen für uns? Hier finden Sie die Ansprechpartner der jeweiligen Redaktionen, ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen. [mehr]

Kontakt & Service

Redaktion

E-Mail an ...

 

Abo

 

Anzeigen

 

Veranstaltungen

 

Kundenservice

Telefon: 0621 392-2200

(Mo-Fr: 7-17 Uhr; Sa: 8-12 Uhr; So: 9-12 Uhr)

Telefax: 0621 392-1400

E-Mail: per Kontaktformular

oder besuchen Sie eines unserer Kundenforen.

Veranstaltungen

Veranstaltungen SUCHEN

Partys, Ausstellungen, Weinfeste und Sport-Events. Unsere Veranstaltungsdatenbank weiß, was im Rhein-Neckar-Dreieck passiert.

 

Veranstaltungen MELDEN

Sie möchten uns Ihre Veranstaltung melden, schicken Sie uns eine E-Mail:

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR