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1959: "Rote Teufel" siegen 9:1 bei FC 07

Walter und Eckel trumpfen auf

Der FC 07 Bensheim wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und hatte während dieser langen Zeit auch den ein oder anderen prominenten Spielpartner, wie diese beiden Beispiele beweisen. Am 8. September 1959 gab der 1. FC Kaiserslautern seine Visitenkarte auf dem Meerbach-Sportplatz ab, am 5. Juni 1966 kam der Deutsche Meister TSV 1860 München in Weiherhausstadion.

Unter den über 4000 (!) Zuschauern, die den 9:1-Erfolg der "Roten Teufel"auf dem Meerbach-Sportplatz bestaunten, waren auch Bundestrainer Sepp Herberger, der immer mal den Weg nach Bensheim anlässlich des Winzerfestes fand, Miss Hessen, Marion Liebig, die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Christel Vettel aus Heppenheim, Bensheims Bürgermeister Wilhelm Kilian und Kreisfußballwart Franz Hackl. Mit Horst Eckel und Ottmar Walter waren immerhin zwei Spieler am Ball, die 1954 Fußball-Weltmeister geworden waren. Mit Werner Liebrich gab am Spielfeldrand ein weiterer "WM-Held" fleißig Autogramme, genau wie in der Halbzeit Sepp Herberger.

1966: Blitze, Tore und "Radi"

Nach Ottmar Walters frühem 1:0 scheiterte der laufstarke Franz Päckert an 1. FCK-Torhüter Hölz. Der FC 07 musste weitere Gegentore durch die jeweils zwei Mal erfolgreichen Ottmar Walter, Eckel, Bauer und Schneider hinnehmen. Das Bensheimer Ehrentor gelang Hans Bauer per Foulelfmeter. "Der 1. FC Kaiserslautern zeigte echte Fußballfeinkost. Die Lauterner Angriffsmaschine, wenn sie einmal ins Laufen kam, konnte von Deichert & Co. nicht mehr gehalten werden", urteilte der Berichterstatter dieses Fußball-Highlights im Bergsträßer Anzeigeblatt.

Nachdem der TSV 1860 München acht Tage zuvor Deutscher Fußball-Meister geworden war, kam dieser am 5. Juni 1966 anlässlich des 1200-jährigen Stadtjubiläums nach Bensheim, um ein Freundschaftsspiel gegen eine verstärkte Mannschaft des Gruppenligisten FC 07 zu bestreiten. Dass die"Löwen" vor 7000 Zuschauern standesgemäß mit 9:1 (4:1) Toren gewannen, bekamen am Ende nur noch rund 1500 Fans mit. Nach 35 Minuten beeinflussten diese historische Begegnung nämlich Donner, Blitze und wolkenbruchartigen Regen.

Überragender Akteur auf dem Rasen war Münchens Timo Konietzka, der alleine fünf Treffer erzielte. Schon nach sechs Minuten hatte Bensheims starker Schlussmann Adam Kaffenberger das 0:1 kassiert, doch kurz darauf überwand Gastspieler Stein vom SV Winterkasten Petar Radenkovic ("Bin i Radi, bin i König") zum 1:1. Der Torhüter der Truppe von Trainer Max Merkel stand schon zuvor im Blickpunkt, war sein Autogramm doch heiß begehrt. rs

  • 20. Juni 1959: Eintracht Frankfurt wird im Berliner Olympiastadion Deutscher Fußballmeister durch einen 5:3-Endspielsieg gegen Kickers Offenbach.
  • 10. September 1966: Im Kampf um die Box-Weltmeisterschaft im Schwergewicht verteidigt Muhammad Ali den Titel im Frankfurter Waldstadion durch technischen K.o. in Runde zwölf gegen Europameister Karl Mildenberger.

Bergsträßer Anzeiger
17. Februar 2007

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