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Das muss ein Ereignis gewesen sein, als am 1. November 1896 bei der Auerbacher Kirchweih das erste elektrische Licht in der Region leuchtete! "Nur dem unermüdlichen Schaffensgeiste des Besitzers Otto Eduard Beck" und dem "einmüthigen Zusammenwirken der Lieferanten" sei es zu verdanken, dass das E-Werk in kurzer Zeit fertiggestellt werden konnte.
"Unser Städtchen wird also an diesem Tag (1. 11.) zum erstenmal in electrischem Lichterstrahle prangen", schrieb der BA am 31. Oktober 1896. Auch das "nahegelegene Bensheim soll, wie wir erfahren, von dieser Station aus mit electrischem Licht versehen werden, wozu mit Legen der Kabel in Kürze begonnen werden soll".
Bereits am 3. März '96 war - mit einer starken Skepsis - vom Plan des Deutsch-Amerikaners Beck zu lesen, der den Bau eines E-Werks vorhabe. Einem Wasserkraft-Projekt in Schönberg räumte der BA mehr Chancen ein. Am 9. Juli hieß es schließlich, dass der "Rentner Beck" die Aufträge für Kessel, Maschinen und Verdrahtung vergeben habe.
Das Beck'sche Werk belieferte Privathaushalte und diente auch der Beleuchtung von Straßen und Plätzen. Mitte 1914 verkauften Beck und seine Frau, eine Amerikanerin, das offenbar nicht sehr rentabel arbeitende Gleichstrom-Werk für 185 000 Mark an die Gruppengaswerk Bergstraße AG. So entstand die Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße AG. Im Jahre 1920 wurde die Auerbacher Anlage stillgelegt.
Die Otto-Beck-Straße kündet in Auerbach noch heute von dem Pionier der Elektrizitätswirtschaft. lo.
Bergsträßer Anzeiger
19. Februar 2007
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