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175 Jahre Bergsträßer Anzeiger

März

"Geheimdiplomat" in Bensheim

Kissinger war als "Mr. Henry" bekannt / CIC-Chef 1945/46

"Geheimdiplomatie - Vorübungen in Bensheim", lautete die Überschrift des Aufmachers einer Sonderseite über Henry Kissinger im BA vom 20. Juli 1994. Anlass war ein Kapitel von Brigitte Elsässer im Deutsch-Amerikanischen Almanach, der Henry Kissinger, dem einstigen US-Außenminister unter Nixon/Ford, gewidmet war.

 

Schäden durch Überflutungen

Gründung des Weschnitzverbandes 1958 schafft Abhilfe

Einhausen. "Am 27ten November 1882 war dahier eine Wassernoth, wie solche noch nicht dagewesen ist, am Morgen wurde schon in Klein-Hausen Sturm geläutet und alsbald darauf auch hier, da es an der Brücke in der Hofreithe des Mathäus Schweikert zuerst einen Ausbruch geben wollte, welches mit Bauholz, Mist, Steinen und Grund gestopft wurde und so ging es den ganzen Tag hinter dem Ort fort.

 

Auf gutem Weg der Versöhnung

Die Verschwisterung mit Beaune wird im Jahr 1960 besiegelt

Drei Kriege innerhalb von sieben Jahrzehnten - 1870/71, 1914-18 und 1939-45 - mit Millionen Toten und Verwundeten: Die "Erbfeindschaft" zwischen Deutschland und Frankreich hatte Gräben aufgerissen, die äußerst schwer zu überbrücken waren. Weitsichtige Staatsmänner - allen voran General Charles de Gaulle und Konrad Adenauer - beschritten nach dem Zweiten Weltkrieg den Weg der Versöhnung statt den der Vergeltung.

 

Ein furchtbarer Weg durchs Tal

Im Jahr 1839 wurde die Nibelungenstraße ausgebaut

1839 wurde die Nibelungenstraße ins Lautertal ausgebaut. Mit der Verbesserung der Infrastruktur war das "Tälchen" fortan gut an Bensheim und die Bergstraße angebunden. Über den ausgebauten Verkehrsweg konnten Waren, Post und Zeitungen befördert werden. Ab 1846 kam noch eine erhöhte Mobilität auch für die Lautertaler durch die von Frankfurt über Darmstadt nach Heidelberg und zurück fahrende Bahn hinzu.

 

Als in Zwingenberg noch Gericht gehalten wurde

Das älteste Bergstraßenstädtchen als Mittelzentrum

Das waren noch Zeiten, als in Zwingenberg die Gerichtsbarkeit für das Städtchen und die umliegenden Ortschaften ihren Sitz hatte. Verbrecher, die in den Gemeinwesen von Seeheim bis Bensheim beziehungsweise von Gernsheim bis Beedenkirchen dingfest gemacht werden konnten, wurden von dem 1821 in Zwingenberg geschaffenen Landgericht verurteilt und mussten teilweise auch dort hinter "schwedischen Gardinen" ihre Strafen absitzen.

 

Letzte Kriegstage und US-Einmarsch

Bomben auf die Stadt - und Gestapo-Morde am Kirchberg

Durchhalteparolen und Kriegshetze - der BA in den letzten Kriegswochen im Jahre 1945 ist dünn geworden. Gerade mal zwei Seiten sind ab 19. Februar 1945 täglich erschienen: Papiermangel.

 

VfL Heppenheim in der Bundesliga

1980: Aufstieg beendet spektakulären Höhenflug

Am 7. Juni 1980 feierte die Bergsträßer Sportszene einen der spektakulärsten Erfolge hierzulande, als den Handballern des VfL Heppenheim der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dieser Coup blieb eine "Eintagsfliege", denn die Kreisstädter stiegen nur ein Jahr später wieder ab. Dies soll deren tolle Energieleistung aber keinesfalls schmälern. Nach dem 19:22 im ersten Relegationsspiel beim VfL Günzburg glich die Starkenburghalle an jenem 7.

 

1904: Weihe des "Doms der Bergstraße"

Schon 70 Jahre zuvor gab es erste Pläne zur Kirchenerweiterung

"Man vermeint sich in eine altehrwürdige Bischofsstadt versetzt, wenn man schon von ferne die Türme und Zinnen des Gotteshauses sieht, wie sie mächtig gen Himmel streben, ein Wahrzeichen des Glaubens, ein Monument echter Kunst." So schwärmerisch beschrieb das Bergsträßer Anzeigeblatt vom 2. August 1904 die neu errichtete Pfarrkirche St. Peter in Heppenheim, deren Weihe durch den Mainzer Bischof Dr. Georg Heinrich Kirstein weit über die Gemeinde hinaus Aufmerksamkeit fand.

 

Die Kuppel der Kirche stürzte ein

Michaelskirche als erste Pfarrei für evangelische Christen

Für die Christen evangelischer Konfession war das Leben im einst katholischen Bensheim zunächst nicht einfach. Erst 1803, als Napoleon dem Landgrafen von Hessen das Gebiet der Bergstraße zusprach, konnten die Evangelischen relativ ungehindert ihre Bürgerrechte wahrnehmen und ihre Religion ausüben. Hatten um das Jahr 1805 nur rund zwei Dutzend Protestanten - unter 2800 Einwohnern - hier ihren Wohnsitz, so änderte sich das im Laufe der folgenden Jahrzehnte.

 

Die Sparkasse im Schuhgeschäft

Die Entwicklung der Banken in Lindenfels

Bereits im Jahre 1834 wurde Lindenfels Mitglied der Bezirkssparkasse Heppenheim, oder - wie die damalige Bezeichnung lautete - der Spar-und Leih-Casse im Kreis Heppenheim, 1893 errichtete die Bezirkssparkasse in Lindenfels eine Agentur, die sich infolge des beginnenden Fremdenverkehrs - erste Hotelbauten entstanden zu dieser Zeit - gut entwickelte.

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