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Interview: Wie wird man zur Buchautorin? Eine BAnane-Mitarbeiterin sprach mit der Autorin Anna May Reed über ihr Romandebüt

Wenn der Traum wahr wird . . .

Nachwuchsautorin Anna May Reed . . .

 . . . und ihr Erstlingswerk.

© Metzner

Viele junge Menschen fragen sich: Was soll ich später mal machen? Was kann ich als Arbeit wählen, das Spaß macht und sich lohnt? Viele würden gerne ein Hobby zum Beruf machen. Ich habe zum Beispiel immer gerne Geschichten geschrieben und würde unglaublich gerne Autorin werden. Aber nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass die Hälfte aller Schriftsteller, die etwas veröffentlichen, weniger als 3000 Euro pro Jahr verdienen. Damit war mir endgültig klar, dass Bücher schreiben wohl eher ein Hobby oder ein Nebenjob für die meisten ist und die wenigsten davon leben können.

Trotzdem hat mich interessiert, wie man von der Idee zum Buch und schließlich zur Veröffentlichung kommt. Deshalb habe ich ein Interview mit der jungen Autorin Anna-Lena M., die gerade ihren Debütroman "Entfesselt - Eyes of Fire" unter ihrem Pseudonym Anna May Reed veröffentlicht hat, geführt.

Du hast gerade dein erstes Buch veröffentlicht - wie fühlt das sich an?

Anna May Reed: Es war schon lange mein Traum, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, und noch fühlt es sich unreal an. Ich glaube, es fühlt sich erst real an, wenn ich Lesungen halte und die Reaktionen der Leser mitbekomme.

Wie fängt man am besten an mit dem Schreiben, und wie bist du zum Schreiben gekommen?

Reed: Wenn man eine ungewöhnliche und fesselnde Idee hat, ist das ein guter Start, um mit dem eigenen Buch zu beginnen. Aber zuvor sollte man sich ein gutes Konzept überlegen. Ein anderer Autor sagte einmal zu mir, dass der reine Schreibprozess die geringste Zeit in Anspruch nimmt. Die meiste Zeit nimmt die Planung ein und daran glaube ich auch. Je besser man die Handlung und die Charaktere ausgearbeitet hat, desto flüssiger kann man im Anschluss schreiben. Seitdem ich lesen kann, habe ich Bücher verschlungen. Mit zwölf Jahren habe ich mir vorgenommen, eines Tages ein Buch zu veröffentlichen. Damals habe ich nur kurze Geschichten geschrieben, aber die wurden mit den Jahren immer länger.

Woher hast du deine Inspiration?

Reed: Ideen entstehen bei mir in Situationen, in denen ich überhaupt nicht damit rechne. Beim Autofahren oder wenn ich in der Uni in einer Vorlesung sitze. Ich werde oft von Filmen, Büchern oder vom Leben inspiriert. Manchmal passieren lustige Dinge, die ich dann in einer Geschichte in die Handlung mit aufnehme.

Und was macht man, wenn man eine "Schreibblockade" hat?

Reed: Es kann mal vorkommen, dass man nicht genau weiß, wie man fortfahren soll. Ich mache dann eine kurze Pause, bis mir neue Ideen kommen. Am besten ist es, wenn man bereits vor dem Schreiben die Situationen vor Augen hat, dann kann sich das der Leser auch besser vorstellen. Wenn ich mal nicht weiter weiß, versuche ich mir die Situation genau vorzustellen und meistens kommen dann neue Ideen.

Wie veröffentlicht man ein Buch? Ist es schwer, einen Verlag zu finden?

Reed: Als Schreibanfängerin kann es schwer sein, einen Verlag zu finden. Bei großen Verlagen hat man nahezu keine Chance, da die meisten Manuskripte von Agenturen übermittelt bekommen. Aber bei kleineren Verlagen kann man sein Projekt erfolgreich unterbringen, und da hat man sehr viel größere Chancen.

Okay, letzte Frage: Du schreibst ja unter Pseudonym - wieso und glaubst du, es hat Vorteile, unter Pseudonym zu schreiben?

Reed: Ich habe mir lange überlegt, ob ich unter einem Pseudonym schreiben möchte, aber da mein richtiger Name sehr häufig in Deutschland vorkommt, wollte ich mir etwas Außergewöhnliches überlegen und ich bin auf Anna May Reed gekommen. Wenn man den Namen übersetzt, liest er sich wie ein Satz. Anna ist mein Vorname, May trägt sehr viele Bedeutungen, wie mögen, können und dürfen. Wenn man bei Reed einen Buchstaben austauscht, erhält man das Verb "to read". Ich habe mich für den Namen entschieden, weil er gut zu den Büchern passt. Ein Pseudonym kann auf jeden Fall einige Vorteile bringen, da ungewöhnliche Pseudonyme eher im Gedächtnis bleiben und von den Lesern behalten werden. Mit einem englischen Pseudonym kann man sich auch gut auf dem internationalen Markt etablieren. Ich fand es sehr interessant, einen Einblick zu bekommen, wie es ist, sein Hobby zum Beruf zu machen, und ich ich bin dankbar, dass ich die Chance hatte, meine Fragen aus erster Hand beantwortet zu bekommen. Cara Metzner

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 20.03.2017

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