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Jahreshauptversammlung: Hochstädter Wehr zieht Bilanz eines arbeitsreichen Jahres / Intensive Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Aufwärtstrend bei „Feuersalamandern“

Beförderungen und Ehrungen standen bei der Hauptversammlung der Hochstädter Wehr auf dem Programm.

© Bild Matern

Hochstädten. Ein einziges Anwesen hat die Freiwillige Feuerwehr Hochstädten im vergangenen Jahr hart an ihre Leistungsgrenze heran geführt. "Ohne die Unterstützung der Wehren aus Auerbach und Bensheim hätten wir das nicht gepackt. Wir haben alle Register gezogen", schilderte Wehrführer Frank Esinger auf der Jahreshauptversammlung die brisanten Einsätze, bei denen zum Teil auch DRK, zwei Notärzte, Polizei und das THW mit vor Ort waren. Dank sagte Esinger auch Stadtbrandinspektor Willi Plaschke.

Sechs Einsätze am gleichen Ort

Bei besagtem Brandobjekt handelte es sich jedes Mal um das Mehrfamilien-/Doppelhaus in der Mühltalstraße 277a. Sechsmal wurden die Feuerwehrleute dorthin gerufen, unter anderem wegen eines Fehlalarms, wegen eines brennenden Abfallcontainers sowie versuchter und vollendeter Brandstiftung im Keller des verwinkelten Gebäudes.

Beförderungen und Ehrungen bei der Hochstädter Wehr

Der Tagesordnungspunkt Beförderungen und Ehrungen wurde bei der Hauptversammlung der Hochstädter Wehr von Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Stadtbrandinspektor Willi Plaschke, Bürgermeister Thorsten Herrmann und der Spitze der Hochstädter Freiwilligen Feuerwehr gewohnt routiniert abgewickelt.

Thomas Kessler und Lukas Link sind auf der Feuerwehrleiter ein Stück weit nach oben geklettert. Sie sind jetzt Oberfeuerwehrmänner, Gosbert Wolf hat noch eine Sprosse mehr erklommen und wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Ludwig Steinbacher konnte aus gesundheitlichen Gründen an seinem Ehrentag nicht anwesend sein. Wehrführer und Vereinsvorsitzender werden ihm Anstecknadel und Urkunde für 70-jährige Mitgliedschaft deshalb persönlich in seiner Wohnung überreichen. Klaus Schneider ist seit vierzig Jahren aktiv bei der Feuerwehr tätig und gleichzeitig Mitglied im Verein. Für sein ehrenamtliches Engagement bekam er das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Hessen/Darmstadt in Silber.

Zwei langjährige und treue Feuerwehrmänner wurden von ihren Kameraden und Kameradinnen mit herzlichem Applaus verabschiedet. Peter Lang, viele Jahre Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung, hört freiwillig auf. Bei Heinz Schneider sieht es etwas anders aus. Der agile und fitte Feuerwehrmann würde gern weiter machen, muss aber wegen Erreichens der Altersgrenze von 65 Jahren den aktiven Dienst quittieren. "Heinz Schneider hat das Ehrenamt immer hoch gehalten", bescheinigte ihm die Führung der Hochstädter Wehr. gs

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Personalien

Mit wenigen Ausnahmen stellte sich der Gesamtvorstand der Hochstädter Wehr zur Wiederwahl. Das Ergebnis war jeweils einstimmig.

Vorsitzender bleibt für die nächsten fünf Jahre Michael Henkes, zweiter Vorsitzender Heinz Schneider, Schriftführer Gerhard März und Rechner Roland Schneider.

Für Wehrführer Frank Esinger begann am Freitag die fünfte und - wie er betonte - letzte Amtszeit.

Sein Stellvertreter Volker Härtel ließ sich nur für ein Jahr wählen, so dass im kommenden Jahr eine Ergänzungswahl notwendig sein wird.

Jugendwart Patrick Mössinger, sein Stellvertreter Floran Schneider und Thorsten März als Betreuer der "Feuersalamander" wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Rolf Kaltwasser übernimmt von Peter Lang die Alters- und Ehrenabteilung, Andre Remers wurde zum Beisitzer gewählt.

Die Kasse prüfen Gosbert Wolf und Markus Schneider. Ersatz-Kassenwartin ist Marianna Mauch. gs

Insgesamt, so addierte Esinger, hat seine Truppe dort 246 Arbeitsstunden geleistet. Im Feuerwehrgerätehaus wurden vorläufig sechs verletzte Bewohner und ein Feuerwehrmann aus Auerbach bis zu deren Abtransport ins Krankenhaus aufgenommen.

Wie wichtig und unersetzlich Freiwillige Feuerwehren für den Schutz der Bevölkerung in den jeweiligen Stadtteilen sind, machte der Wehrführer am Beispiel Mühltalstraße deutlich: Die Hochstädter Brandschützer waren jeweils die ersten am Brandherd.

Dass die Wehr gut aufgestellt und gut ausgebildet ist, zeigt die Vielzahl an Pflicht- und Sonderlehrgängen, die von den Kameraden absolviert wurden. Insgesamt waren es 118. Dazu kamen verschiedene Ausbildungseinheiten wie Erste-Hilfe-Kurse, Schulungen in Digitalfunk, Atemschutz, zur Absturzsicherung und mehr. Aktuell zählt die Freiwillige Feuerwehr 19 Aktive, darunter zwei Frauen.

Vereinsvorsitzender Michael Henkes hatte es zu Beginn der gut besuchten Versammlung übernommen, die Gäste willkommen zu heißen. Namentlich erwähnte er Bürgermeister Thorsten Herrmann, Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Stadtbrandinspektor Willi Plaschke und Hans Kimmerle vom Ortsbeirat. Zudem begrüßte er alle Vereinsvertreter und Claudia Sosniak von der Stadtteildokumentation.

Henkes zeigte in seinem Jahresbericht eine Vielzahl von Aktivitäten auf, darunter den traditionellen Spanferkelabend, den beliebten Familienabend, die Beteiligung am Tag der offenen Tür, an der Aktion "Sauberhaftes Bensheim" und am Winzerfestumzug. Für die Kinder der Mitglieder gab's kleine Geschenke vom Nikolaus. Derzeit hat der Verein 193 Fördermitglieder.

Rechner Roland Schneider legte einen einwandfreien Kassenbericht vor, der von den Kassenprüfern Christian Schellenberger und Andre Remers als "übersichtlich und klar" bezeichnet wurde. Die anschließende Entlastung des Vorstandes war demnach lediglich eine Formalie.

Dass Jugendwart Patrick Mössinger ein gutes Händchen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen hat, dokumentierte nicht nur sein Rückblick auf 2013. Ein Elternvertreter sprach ihm ausdrücklich ein "großes Lob" aus: "Der Funke springt über." Sechs Jungs und drei Mädchen im Alter von 8 bis 15 Jahren sind in der Jugendfeuerwehr aktiv, die sich mittwochs regelmäßig von 18 bis 20 Uhr trifft. Die Vorführungen der Jugend am Tag der offenen Tür bezeichnete Mössinger als sehr gelungen. Der Hochstädter Feuerwehrnachwuchs hat sich sowohl bei der Jugendsammelwoche als auch bei der Weihnachtsbaumaktion engagiert. Ein Filmabend, der Besuch des Lorscher Waldschwimmbads und die Teilnahme am Bezirkszeltlager in Rodau gehörten mit zu den Höhepunkten in 2013.

Für die Kindergruppe "Feuersalamander" erstattete Thorsten März den Bericht. Nach dem Durchschreiten einer Talsohle geht es mit den Minis seit geraumer Zeit wieder bergauf. Mit vier Kindern waren die "Salamander" ins Jahr gestartet, am Ende waren es zehn. März und seine Mitstreiter haben erfolgreich die Werbetrommel gerührt, unter anderem im Kindergarten.

Immer am letzten Freitag eines Monats kommen die "Feuersalamander" zu Spiel und Spaß zusammen. März bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt Bensheim und der Sparkasse für die Unterstützung. gs

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 03.03.2014

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