Die Kita Fuldastraße soll saniert oder neu gebaut werden.
© Funck
Bensheim.
Das Gebäude der Kita Fuldastraße entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Kinderbetreuung. Die Stadt sieht Handlungsbedarf und tendiert zu einem Neubau. Pläne oder Beschlüsse gibt es noch nicht. Bis zur Sommerpause will die Eigenbetriebskommission allerdings eine Entscheidung getroffen haben.
Die BfB-Fraktion hat nach eigenem Bekunden bei den Anwohnern im Viertel einen gewissen Informationsbedarf ausgemacht - und forderte in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten in Gronau, dass die Planungen und Alternativen in einer Anliegerversammlung vorgestellt werden sollten. "Sie müssen sich überlegen, wie sie die Menschen dort erreichen und einbinden", sagte Norbert Koller, der eine vorbereitete Rede des erkrankten Franz Apfel verlas.
Eine Beteiligung im Rahmen des üblichen Bebauungsplanverfahrens hält die BfB für zu spät. Der Magistrat müsse mehr auf die Bürger zugehen, so Koller. Die Bewohner befürchten, so die Bürger für Bensheim, dass ihnen bei einer Veränderung am Standort zu viel Freiraum oder Parkfläche verloren gehe.
Die anderen Fraktionen konnten dem Ansinnen wenig abgewinnen. "Sie beantragen eine Sache, die in der Bensheimer Verwaltung und in den Ortsbeiräten bereits gelebte Praxis ist", meinte Markus Woißyk. Die Bürger würden über Veränderungen in ihrem Umfeld informiert. Man sei durchaus in der Lage, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. So gebe es im Ortsbeirat West eine vorgeschaltete Bürgersprechstunde. Ähnlich argumentierte Doris Sterzelmaier (GLB), die zudem anführte, dass das 1974 in Fertigbauweise errichtete Gebäude in die Jahre gekommen sei.
"Jeder kann den Stadtverordneten seines Vertrauens ansprechen", ergänzte Rudolph Volprecht (SPD). Der Antrag der BfB führe zu weit. Peter Leisemann (FWG) und Holger Steinert (FDP) sahen ebenfalls keine Notwendigkeit, die Anlieger zu einem so frühen Zeitpunkt mit ins Boot zu holen. "Wenn es notwendig ist, werden sie informiert", betonte Leisemann.
Erster Stadtrat Helmut Sachwitz (CDU) erklärte, dass die Bürger immer dort, wo es sinnvoll sei, eingebunden werden. "Die Bürger aber zu benutzen, um Stimmung zu machen, ist der Sache nicht dienlich", warf er der BfB-Fraktion vor.
Wie erwartet, fand sich keine Mehrheit für den Vorstoß: CDU, GLB und SPD lehnten ab, FWG und FDP enthielten sich der Stimme. dr
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