Zwingenberg. Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen sowie der Zuzug eines Kindes im richtigen Alter haben in diesem Jahr dazu geführt, dass auch die Zwingenberger Melibokusschule kleine erste Klassen erhalten hat. Am Dienstagvormittag wurden im ältesten Bergstraßenstädtchen 57 Mädchen und Buben als Grundschüler willkommen geheißen, sie werden in drei Klassen mit jeweils 19 Kindern unterrichtet (wir berichteten bereits in unserer gestrigen Ausgabe mit einem Bild auf den Seiten "Region").
Das war im vergangenen Jahr noch ganz anderes gewesen: Mit damals 55 Schülern und einem sogenannten "Teiler" von 25 Kindern plus zehn Prozent - also gerundet 28 Kindern - durfte erst ab dem 29. Kind eine neue Klasse eröffnet werden. Die Folge in 2008: Zwei große Klassen.
Mittlerweile haben sich die vom Kultusministerium des Landes Hessen gemachten Vorgaben jedoch geändert. Der "Teiler" liegt bei 25 Kindern, das ergibt bei 57 einzuschulenden Mädchen und Buben drei erste Klassen. Tröstlich für die Erstklässler aus dem vergangenen Jahr: Sie profitieren jetzt ebenfalls von der aktuellen Regelung, auch sie werden im zweiten Schuljahr in drei Klassen unterrichtet.
"Feuer entzünden"
Nach einem ökumenischen Gottesdienst, der in der Bergkirche vom evangelischen Pfarrer Bernhard Dienst und der katholischen Gemeindereferentin Claudia Flath gestaltet wurde, begrüßten Schüler der Grundschule in der Melibokushalle ihre neuen "Kollegen" mit Beiträgen der Chöre und der Theater AG.
Begleitet wurden die "Neuen" dabei nicht nur von ihren Familien und Freunden, sondern auch von Mitarbeiterinnen der evangelischen Kindertagesstätte sowie von der kommunalen Betreuungseinrichtung.
Rektorin Ute Breuser rief den Eltern das Leitbild der Zwingenberger Grundschule in Erinnerung, wonach es beim Unterrichten der Kinder "nicht um das Füllen von Fächern, sondern um das Entzünden von Feuer" gehe. An die Mütter und Väter appellierte sie: "Trauen Sie Ihren Kindern etwas zu!" Sie bot den Erziehenden eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit" an: "Kommen Sie rechtzeitig auf uns zu, wenn Sie Probleme sehen."
Nach der Einteilung der Erstklässler auf die drei Klassen unter der Leitung von Stefanie Bschirrer (1 A), Regina Reichard (1 B) sowie Ariane Ritzheim-Schweiger (1 C) und dem Verteilen von Geschenken der Kommune durch Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Heitland sowie Bürgermeister Dr. Holger Habich folgte der erste Schultag.
Die Eltern der jetzigen Zweitklässler bewirteten die Erstklass-Eltern derweil während der Wartezeit in der Melibokushalle mit Kaffee und Kuchen. mik
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