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Spatenstich: Hightech-Unternehmen ProxiVision verlässt die Robert-Bosch-Straße / Zwei Gebäude für Verwaltung und Produktion

Neues Firmengebäude im Stubenwald

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 05.02.2015

Spatenstich im Stubenwald: Die Firma ProxiVision baut ein neues Verwaltungs- und Produktionsgebäude an der Stubenwaldallee 16.

© Funck

Bensheim. Dass das Gewerbegebiet Stubenwald in Bensheim Raum für Erweiterungen bietet, hat sich auch die Firma ProxiVision zunutze gemacht. Mit einem Spatenstich vollzog das High-Tech-Unternehmen jetzt den Baubeginn für ein neues Verwaltungs- und Produktionsgebäude. An der Stubenwaldallee 16 wird in einem Zeitraum von - geplant - zwölf Monaten der Neubau entstehen. Je nach Ausstattung der Räumlichkeiten und deren Infrastruktur werden Baukosten von fünf bis sieben Millionen Euro veranschlagt.

Kosten von rund fünf Millionen

Bisher ist ProxiVision ansässig an der Robert-Bosch-Straße in Bensheim. Hier werden optische Bauteile für den zivilen und militärischen Bereich hergestellt. Am alten Standort war für das Unternehmen eine geplante Kapazitätserweiterung und Modernisierung nicht mehr sinnvoll. "Die Infrastruktur entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen", heißt es aus der Geschäftsführung. Für neue Produkte und deren Anlagen war kein Raum mehr verfügbar, aktuell verteilt sich die Firma auf mehrere Gebäude.

Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau

Die Wurzeln der ProxiVision GmbH gehen zurück auf das Know-how und den Produktionsstandort der Proxitronic Detector Systems GmbH, ehemals Proxitronic Funk GmbH & Co. KG.

Proxitronic ging 1978 mit eigenem Management aus der Robert Bosch Fernseh GmbH Darmstadt hervor, damals noch am Standort Darmstadt.

1984 erfolgte der Umzug nach Bensheim - bis zum heutigen Tag der Standort des Unternehmens.

Die ProxiVision GmbH ist seit 2012 operativ tätig.

Produziert werden hochtechnisierte Produkte für das Militär sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Bei ProxiVision werden Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau betrieben. Hinter der eher unscheinbaren Fassade an der Robert-Bosch-Straße verbirgt sich eine "Denkfabrik".

Sowohl Entwicklung als auch Produktion sind im Unternehmen angesiedelt, um die hohen Qualitätsmaßstäbe und Flexibilität von ProxiVision zu sichern.

Ursprünglich hatte das Unternehmen 40 Mitarbeiter, heute 65. red

Zum offiziellen Baubeginn für das neue Gebäude auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück im Stubenwald versammelten sich Vertreter von Stadt Bensheim und Kreis Bergstraße, die beteiligten Architekten und Bauunternehmer sowie die beiden ProxiVision-Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Rolf-Jürgen Ahlers und Yvo Hoffmann.

Glasbrücke im Obergeschoss

Das neue Gebäude besticht durch eine klare Architektur und reine Formensprache. Der Entwurf besteht aus zwei Baukörpern, die zwei unterschiedliche Nutzungen beinhalten: Verwaltung und Produktion.

Da die Produkte von ProxiVision im Bereich von Optoelektronik und Kameras anzusiedeln sind, wurden die beiden Gebäude durch die Glasfassadengestaltung im Erdgeschoss in "konkav" und "konvex" unterschieden und benannt. Damit bezieht man sich auf die verschiedenen Linsenformen. Eine Verbindung beider Gebäude wurde im Obergeschoss durch eine Glasbrücke geschaffen.

Der Verwaltungstrakt (konkav) wird dreigeschossig und barrierefrei ausgestattet. Hier sind Büros für Verwaltung und Entwicklung sowie Foyer und Besprechungsräume untergebracht.

Das zweigeschossige Produktionsgebäude (konvex) beinhaltet die verschiedenen Fertigungsbereiche sowie Lager, Kantine und Mitarbeiterräume. Es ist modulartig gegliedert und kann flexibel der jeweiligen Produktion angepasst werden. Bei beiden Gebäuden wurden Erweiterungsflächen bereits eingeplant.

ProxiVision beliefert sowohl Einzelkunden im Bereich Industrie, Forschung und Entwicklung als auch weltweit agierende Großkunden im Bereich der militärischen Luftfahrt und Halbleiterindustrie. Die Kernkompetenz liegt im Design und der Produktion von Bildverstärkern, diese werden in Spezialkameras und Detektoren integriert. Dazu existieren im Unternehmen umfangreiche Spezialkenntnisse aus einer langjährigen Entwicklungshistorie. Die Firma hat zurzeit 65 Mitarbeiter. ank

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 05.02.2015

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