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Evangelische Kindertagesstätte Zwingenberg: Dr. Holger Habich bereitete den Kindern eine lebendige Vorlesestunde

Bürgermeister servierte Lesefutter für die Kleinen

Ein gern gesehener Gast in den Zwingenberger Kindergärten ist Bürgermeister Dr. Holger Habich. Seit Beginn der Vorlesestunde ist er jedes Jahr dabei, diesmal in der evangelischen Kita.

© Dietmar Funck

Als Zwingenbergs Bürgermeister Dr. Holger Habich auf dem neongrünen Sitzsack Platz nahm und ein Buch auspackte, waren die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte nicht mehr lange auf ihren Stühlen zu halten - Stück für Stück rückten sie näher an ihren BA-Vorlesepaten heran. Das Eis war schnell gebrochen, obwohl ein kleiner Spatz den Besucher sogar für den Bundespräsidenten hielt.

"Was soll das denn heißen?"

Unbekannt scheint der Mann aus dem Rathaus den meisten Kita-Kindern also nicht zu sein. In einer Vorstellungsrunde entdeckte man schnell weitere Berührungspunkte. Zur Vorlesestunde hatte der Rathauschef dem Nachwuchs eine äußerst köstliche Geschichte mitgebracht: "Kamfu mir helfen?" von Barbara und Dirk Schmidt. Schon der Titel löste bei einigen Kindern ein leises Kichern, bei anderen Stirnrunzeln aus: "Was soll das denn heißen?"

Die amüsante Geschichte über den Elefanten, der über seinen Rüssel stolpert, öffnete ihnen mannigfaltige Tore, mitzumachen, zu entdecken und sich einzubringen. Die Kinder nutzten von Beginn an die Chance, ihre Fantasie spielen zu lassen.

Fliege mit roten Sportschuhen

Genau beobachteten sie nicht nur den Elefanten, wie er im Galopp den Berg erklimmt und beim schnellen Abwärts über seinen Rüssel purzelt. Auch spürten die Kinder die in den Bildern eingebauten Einzelheiten auf, die sie aus ihrem eigenen Alltag kennen: den kleinen Maulwurf, der seinen Kopf aus der Erde hervorstreckt, den Vogel, der von oben zusieht, oder die Wespe, die sich am Bildrand aufhält. Natürlich nahmen die Kinder auch die kleine Fliege mit ihren roten Sportschuhen, die am Ende den Elefanten rettete, genau ins Visier.

Die Kinder amüsierten sich köstlich und hatten viele Metaphern auf der Zunge: Der kaputte Rüssel, der aussah wie ein "Ofenrohr", der Ameisenbär, der Ameisen staubsaugte, oder der Vogel, der auf jeder Buchseite seinen Unsinn trieb, entpuppten sich als Futter für weitere Ideen. Mit spielerischer Leichtigkeit sogen die Kinder die witzige Story auf, und die Geschichte in Reimform machte es ihnen leicht, einzustimmen. "Ich fand das Buch ganz toll", kommentierte eine kleine Zuhörerin, die sich sogar zur zweiten Vorleserunde wieder eingeschlichen hatte. moni

Mittwoch, 28.11.2012

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