Von Anfang an, also seit 2008, ist der Einhäuser Bürgermeister Philipp Bohrer als Vorlesepate engagiert. Auch in diesem Jahr las er Einhäuser Kindern wieder Spannendes vor. Diesmal ging um Löwe, Tiger und Bär sowie Schuster Martin. Im evangelischen Kindergarten in der Lutherstraße wurde er morgens schon sehnsüchtig erwartet.
In einem kleinen, kuscheligen Raum hatte sich die Zuhörerschaft versammelt. Von der Decke hingen Tücher und auf dem Boden waren Schaumstoffmatten ausgebreitet - urgemütlich und ein optimales Umfeld für die Vorlesestunde.
Nicht immer läuft alles nach Plan
Tiere und ihre Erlebnisse sind für Kinder immer spannend, so auch die Geschichte um den jungen Löwen Hugo. Als Löwenkind ist Hugo fest entschlossen, einmal ein großes Tier zu werden. Bohrer schilderte Hugos mutige Jagdversuche genauso lebendig wie andere Erlebnisse des kleinen Löwen auf dem Weg ins Erwachsenenalter.
Wie im richtigen Leben geht dabei auch bei Hugo nicht immer alles glatt. Das konnten die kleinen Zuhörer gut nachvollziehen, und sie wollten mehr von ihrem Vorlesepaten hören. Bohrer entschied sich für eine Geschichte, bei der es um die ersten Erfahrungen im Straßenverkehr geht, und wurde erneut von den Kindern umringt.
"Da geht es zu wie bei uns"
Auf der Straße ist viel los, das ist nicht zu überhören. "Da geht es zu, wie bei uns in der Ludwigstraße", stellte Bürgermeister Bohrer fest. Zustimmung allseits: Ja, das konnte jeder gut nachvollziehen. "Immer aufpassen", ermahnte der Bürgermeister seine Zuhörer, denn im Buch wird ein kleiner Tiger fast von einem Auto überfahren.
Die Geschichte erklärt ausführlich, wie man sich im Straßenverkehr verhalten soll. Bohrer ging dabei auch auf Ampel, Zebrastreifen und die wichtigsten Straßenschilder ein. Zwischendurch klammerte sich plötzlich ein kleiner Plüschaffe an den Stuhl des Vorlesepatens - "Der will auch zuhören", sagte ein Junge und grinste. Klar, auch das Plüschtier war ein gern gesehener Gast bei der Vorlesestunde und durfte mit zuhören.
Heiterkeit beim Thema Streit
Heiterkeit kam beim Thema Streit auf. "Blindschleiche!", ruft jemand in der Geschichte erbost. Das sorgte natürlich für Stimmung in der Runde. Klar, dass die Kinder solche Situationen kennen und entsprechend kommentierten. Am Ende erfuhren die Kleinen noch, wie Tiger und Bär nach Hause kommen und ihrer Freundin, der Ente, von ihren Abenteuern erzählen. Die hat noch wenig Erfahrung und meldete sich deshalb zur nächsten Exkursion mit den beiden an.
Von der kleinen Johanna bekam Bohrer dann das dritte Buch gereicht. Darin ging es um den Schuster Martin, der seine Kunden alleine anhand ihrer Schuhe erkennen kann. Ferner war die Geschichte an den Martinstag angelehnt und handelte von Teilen und Barmherzigkeit.
Die kleinen Einhäuser freuten sich über die Vorlesestunde und darüber, dass ihr Bürgermeister ein echter Vorleseprofi ist. Man darf schon jetzt auf die nächste Vorlesestunde gespannt sein - sicher müssen die Kinder darauf auch nicht ein ganzes Jahr warten. Denn in Einhausen greift man gern zum Buch. cf
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