Der Vorlesepate wurde bereits sehnsüchtig erwartet: Die Rede ist von Günther Hunsicker, der im Rahmen der BA-Vorlesestunde die Kinder im evangelischen Kindergarten in Lindenfels besuchte. Im Gruppenraum hatten sie sich bereits mit ihrer Erzieherin gemütlich gemacht und warteten gespannt. Manch einer versuchte, schon mal einen Blick ins Buch zu werfen.
Kinder mögen Tiergeschichten. Das weiß auch Günther Hunsicker, und so stand die längste seiner vier Geschichten im Zeichen eines Elefanten. Sie erzählte, wie ein Elefant stürzt und sich dabei den Rüssel verbiegt. Der Dickhäuter erhält viele erstaunliche Tipps von anderen Tieren, die ihm dabei helfen wollen, seinen Rüssel wieder in die gewohnte Form zu bringen. Das Schwein etwa rät ihm, er soll einmal kräftig niesen, dann würde der Rüssel sicher wieder die alte Form bekommen.
Er weiß, worauf es ankommt
Wie der Elefant nach seinem Sturz aussieht, das wollten alle Kinder wissen, und Hunsicker präsentierte dazu die entsprechenden Bilder. Schnell wurde er umringt, denn jeder wollte etwas sehen. "Gefällt euch die Geschichte?", fragte der Vorlesepate zwischendurch. Ein lautes "Ja!" bestätigte ihm, dass die Elefantengeschichte bei den kleinen Zuhörern gut ankam. Zwischendurch musste Hunsicker auch einige Fragen der Kinder beantworten. Kein Problem - darin ist er geübt, denn er hat Enkel und weiß, worauf es ankommt.
Ende gut, alles gut: So muss das bei Kindergeschichten sein. Und so wird der Elefant am Schluss durch die Idee einer Fliege erlöst. Sie kriecht in seinen Rüssel und durch das Kitzeln muss der Dickhäuter kräftig niesen. Das ist die Rettung und der Rüssel kommt so wieder in Form. Da die ganze Kindergruppe um den Elefanten gebangt hatte, waren am Ende alle froh über die rettende Idee.
Ein weiteres Highlight war die Geschichte von Papagei Jakob, der eine Geburtstagsparty aufmischt. Hier wurden die Kinder hellhörig. Ein Papagei, der immer flotte Sprüche auf den Lippen hat - der schafft es in einer Vorlesestunde natürlich, zum Star des Vormittags zu werden.
In der dritten Geschichte ging es um einen Maler, der eine Tür auf die Leinwand bringt. Jeder Betrachter macht sich nun seine ganz speziellen Gedanken darüber, was sich wohl dahinter verbergen könnte. "Das war eine Geschichte zum Nachdenken. Hier war die Fantasie der Kinder gefragt", sagte Hunsicker.
Zum Schluss bedankte sich die Gruppe bei ihrem Vorlesepaten und spekulierte bereits über einen weiteren Termin in der Vorweihnachtszeit. Sicher ist Günther Hunsicker, der die BA-Vorlesestunde stets liebevoll gestaltet, dann erneut ein gefragter Gast. cf
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