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Bahnlinie:

Kein Lärmschutz für die Bürger in der Weststadt

Im BA war zu lesen, dass es die Stadt Zwingenberg geschafft hat, Lärmschutzwände sowohl auf die Ost- als auch auf die Westseite der Bahn zu bekommen. Dies macht natürlich auch Sinn.

Ich frage mich, was kann Zwingenberg und was kann Bensheim nicht? Oder wollte Bensheim nicht? Mit großem Aufwand wurde die ostseitige Lärmschutzwand von allen Seiten als eine große Errungenschaft für die Stadt Bensheim gefeiert.

Nur subjektives Empfinden?

Wie es dabei den Weststadt-Bürgern geht, wurde nicht gefragt. Keiner im Magistrat wollte wahrhaben, dass die Lärmschutzwand nur bis zu 25 Prozent Lärm aufnimmt und die restlichen 75 Prozent in den Westen zurückschlagen - zusätzlich zu dem Bahnlärm, der sowieso in den ungeschützten Westen geht.

"Für die Weststädter keinen Lärmschutz": Das war die Devise des Magistrats - komme, was wolle. Immer wieder haben sich Anwohner der Weststadt gemeldet, dass jetzt viel mehr Lärm zu hören ist, Die Betroffenen haben sich auch an den Ortsbeirat gewandt. Dort bekamen sie die Antwort, dass es sich um ein subjektives Empfinden handelt und alle Auswertungen eine andere Sprache sprechen.

Ein physikalisches Gesetz kann man aber nicht außer Kraft setzen, - es sei denn, man setzt auch auf die Weststadtseite Lärmschutzwände. Dies wäre ein überfälliger Dienst am Bürger.

Joachim Uhde

Bensheim

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 15.02.2013

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