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Bleichrockers finden es lustig

Von                     Helmut Seip

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© Ernst Lotz

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© grafiKS

Eigentlich könnte man meinen, dass der Spaß so langsam aufhört. Die als "Bleichrockers-Showgruppe" bekannte dritte Basketballmannschaft des VfL Bensheim ist in der anstehenden Saison nämlich nicht mehr auf unterster Ebene, sondern nach dem Aufrücken nun eine Klasse höher in der Kreisliga B am Ball. Da kann für sie erstmals sogar der sportliche Abstieg drohen.

Doch diese Aussichten lassen die Truppe um "Showmaker" Harry Hegenbarth kalt. Dieser findet es einfach "nur lustig, dass wir uns sozusagen hochgeschlafen haben und nun aufpassen müssen, nicht gleich wieder abzusteigen". Immerhin hatten die "Bleichrockers" gerade ihre beste (C-Liga-)Spielzeit aller Zeiten hinter sich (Hegenbarth: "Neun Siege und Tabellenplatz vier - das war absoluter Rekord!").

Somit kamen sie in den Genuss einer Verbandsanfrage, ob sie nicht freiwillig eine Klasse aufrücken wollten, um die B-Liga aufzufüllen. Dazu Hegenbarth. "Wir stimmten zu, weil es nun ganz reizvoll ist, mal gegen andere, für uns völlig neue Teams wie Biblis zu spielen." Zwar seien mittlerweile fleißig neue Spieler zur VfL-Dritten hinzugestoßen, "die sogar mit dem Ball umgehen können", doch für Hegenbarth bleibt alles beim Alten: "Wir werden weiter mit Spaß unsere Show bieten. Wenn wir danach wieder absteigen müssen, ist das auch lustig."

Ambitioniert in der Bezirksliga

Höher sind die Ambitionen des VfL in der Bezirksliga gesteckt, der heute zum Auftakt Langen III empfängt - und dieses Spiel gegen einen routinierten, mit bundesligaerfahrenen Kräften bespickten Gegner wird bereits ein erster Härtetest, denn Bensheim muss ersatzgeschwächt antreten; vor allem Center Felix von Lehmden fehlt berufsbedingt.

Doch Christian Roth, Abteilungsleiter und Coach in Personalunion, redet nicht um den heißen Brei herum, wenn es um die Zielsetzung geht: "In spätestens zwei Jahren wollen wir aufsteigen, nachdem wir dies in der letzten Saison knapp verpasst haben. Die Ansprüche sind gestiegen." Mit Richard Maurer (22/zum Oberligisten BC Darmstadt) gibt es zwar einen echten Abgang zu verzeichnen, aber Roth setzt auf ein "gefestigtes Team", wobei mit Routinier Uwe Storch und Talent Ryan Green aus den eigenen Reihen zwei Neue im Kader sind.

Green kann auch noch in der U20-Mannschaft eingesetzt werden, deren Spieler nun vermehrt gefordert sind: Sie müssen fleißig bei den zweiten Herren (A-Liga) aushelfen, "denn hier sind wir mit dem Kader dünn besetzt", so Roth, der aber froh ist, "dass Nina Bollenbach als Trainerin für den U 20- und U 18-Bereich mit ihrer tollen Arbeit auf sehr viele Spieler zurückgreifen kann".

Aus für die weiblichen Teams

Im weiblichen VfL-Bereich sieht es dagegen düster aus, "nachdem Trainerin Christine Kassem wegen zu hoher, persönlicher Belastung ihr vorbildliches Engagement eingestellt hat", bedauert der Abteilungsleiter: "Dies geschah leider so kurz vor der Saison, dass wir nicht mehr reagieren und Ersatz finden konnten."

Die Folge: Neben dem weiblichen Nachwuchs- musste auch das Frauenteam abgemeldet werden, zumal es einige Spielerinnen "aufgrund ihrer engen Bindung zur Trainerin" (Roth) nach Pfungstadt zog, wo Christine Kassem selbst auf Korbjagd geht.

Samstag, 08.09.2012

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